BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Killer's Security: Verschlüsselte Adress-Abfrage | BR24

© BR

Achim Killer

Per Mail sharen

    Killer's Security: Verschlüsselte Adress-Abfrage

    Über die sichere Adress-Auflösung im Web berichtet Achim Killer diesmal in den Online-Nachrichten. Das BSI überlegt, wie ein sicheres Smartphone aussehen würde. Und derweil wabern Apple-Gerüchte durch die Chip-Branche.

    Per Mail sharen

    PayPal bucht falsch ab

    Massive Probleme haben diese Woche Leute gehabt, die den Internet-Bezahldienst PayPal in Verbindung mit Google Pay benutzen. Denen sind zum Teil vierstellige Beträge abgebucht worden für Einkäufe bei Target. Das ist ein US-Discounter. PayPal weiß wohl, wo das Problem liegt, sagt’s aber nicht. Nutzer sollten deshalb ihr mal die Bewegungen auf ihrem Konto überprüfen.

    Verschlüsselte Adress-Abfrage

    DNS über HTTPS – die Kürzel stehen für die verschlüsselte Adress-Auflösung im Web. Klingt kompliziert, ist aber richtig nützlich. Der Firefox macht das bald standardmäßig. Es ist ja so, dass Computer bloß Zahlen verstehen, Surfer sich die aber nicht so recht merken können. Und deshalb tippt man beispielsweise www.br.de in seinen Browser ein, und bekommt dann erst einmal von einem Resolver, einem Rechner im Netz, der Adressen übersetzt, eine IP-Adresse zurück: Zahlen. Und dann erst surft br.de an. Das Problem ist bloß, dass Adressabfragen bislang unverschlüsselt sind. Vor allem in Funknetzen kann da mitlesen, wer eigentlich nicht mitlesen sollte. Deshalb wird der Firefox künftig mit verschlüsselter Adress-Abfrage ausgeliefert – erst einmal in den USA. Aber auch hierzulande kann man’s einstellen. Über Extras - Einstellungen – Allgemein – Verbindungseinstellungen geht’s. Da muss man dann DNS über HTTPS aktivieren. Und schon ist man ein Vorreiter in Sachen Internet-Sicherheit.

    Sichere Handys

    Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, hat aufgeschrieben, was man sich unter einem sicheren Handy eigentlich vorzustellen hat: Mindestens 5 Jahre müsste es dafür Sicherheits-Updates geben. Der Nutzer sollte nachvollziehen können, welche Daten abgegriffen werden. Und es dürften keine Apps vorinstalliert sein, die nicht mit der europäischen Datenschutz-Grundverordnung konform gehen. „Herstelleranforderungen zur Sicherheit von Smartphones“ heißt das Dokument, ist derzeit bloß eine Sammlung frommer Wünsche. Aber wenn die mal in ein Gesetz einfließen sollte, dann wird’s hart für die Handy-Bauer.

    Intel outside

    "One more thing". Diese Redewendung hat der Apple-Chef Steve Jobs ja kultiviert und mit diesen Dingern, vor allem dem iPhone, die Branche und auch die Branchenberichterstattung verändert. Seit dem iPhone befassen sich etliche IT-Anzeigenblätter nur noch mit mehr oder weniger gezielt lancierten Gerüchten über künftige Apple-Geräte. Jetzt ist aber eines aufgetaucht, dass wirklich interessant ist. Mac-Rechner sollen demnach dieses oder nächstes Jahr mit ARM-Prozessoren auf den Markt kommen, nicht mehr mit Intel-Chips. Damit würde Apple im Trend liegen. In Handys sind ARM-Chips ja allgegenwärtig. In Rechenzentren – da, wo man’s nicht so sieht als gewöhnlicher Computer-Nutzer – da halten sie verstärkt Einzug. Und künftig also heißt’s vielleicht auch beim Mac: Intel outside.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.