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Achim Killer
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Achim Killer

Patchday

Ja, da muss man sich bei Windows - bei Windows 10 - eigentlich nicht mehr drum kümmern, weil Windows 10 installiert Sicherheits-Updates ja automatisch, auch wenn sie schlampig geschriebene sind und einem den Rechner crashen. Dann muss man sich aber doch drum kümmern. Und Anwendungsprogramme, die muss man natürlich auf dem neusten Stand halten, aktuell den Adobe-Reader für .pdfs. Da klaffen in den alten Versionen gefährliche Sicherheitslücken. Und der Firefox braucht auch in Pflaster. Auf dem Release-Stand 65.0.1 oder ESR 60.5.1 muss er sein. Dann ist alles wieder gut.

Eine gut gemachte Fälschung

Und jetzt kommt quasi eine Pflicht-Meldung. Ist schon öfters drüber berichtet worden in Online-Nachrichten. Und auch das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, hat mehrfach davor gewarnt. Und diese Woche erneut, weil dieses Stück digitale Ungeziefer sich gar so rasant verbreitet: der Trojaner Emotet. Aktuell wird er mit Mails verschickt, die so aussehen, als stammten sie von Microsoft oder der Telekom. Entweder steckt er im Anhang oder es ist ein Link in der Mail, der zu Seite führt, wo er lauert. Sind richtig gut gemachte Fälschungen. Da muss man höllisch aufpassen. Und keine Links darf man anklicken und keine Anhänge.

Eine empfehlenswerte App

Was PC-Nutzer bei Smartphones ja so nervt, ist, dass es kaum vernünftige Datei-Manager gibt. Der eine müllt einen mit Werbung zu, mit dem anderen kommt man nicht ins LAN und so weiter. Also man braucht mehrere. Und für Android gibt’s jetzt einen, der kostet normaler Weise 4,49 €. Aber aktuell ist er gratis. Schlicht File Manager Pro heißt er, steht in Google Play und ist es wert, heruntergeladen zu werden.

Und jetzt wieder das Letzte, aber diesmal nun wirklich das Allerletzte:

Die Wirtschaftsethiker bei Apple und Google haben sich ein Ding geleistet, das Seinesgleichen sucht: Sie haben eine App des saudischen National Information Centers in ihre App-Shops aufgenommen, also in Google Play und den Apple App-Store, die es saudischen Männern ermöglicht, die Frauen, die ihnen gehorchen müssen, Töchter und Ehefrauen, effektiv zu überwachen. Die App ist mit dem Grenzkontrollsystem des Königreichs verbunden. Und wenn eine Frau versucht, das Land zu verlassen, dann werden die Männer informiert. Die brauchen dann nur mit dem Finger über ihr Smartphone zu wischen, um der Frau Reiserechte zu erteilen oder - dafür ist’s wohl gedacht – zu entziehen. Da muss doch in Mountain View und in Cupertino irgendwas schiefgelaufen sein mit der ansonsten so gerne erwähnten Corporate Social Responsibility.

Text, Links und Podcast der Online-Nachrichten finden Sie auf www.b5aktuell.de/online-nachrichten.

Weitere Ausgaben der Online-Nachrichten finden Sie hier.

Autoren

Christian Schiffer

Sendung

B5 Online-Nachrichten vom 16.02.2019 - 07:40 Uhr