BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Killer’s Security: Tipps von der NSA | BR24

© BR

Achim Killer

Per Mail sharen

    Killer’s Security: Tipps von der NSA

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Hongkong: Dort verweigern Internet-Konzerne Strafverfolgern Nutzerdaten. Hierzulande bekommen etliche Home-Router ein neues, sichereres Betriebssystem. Und von der NSA kommen Security-Tipps.

    Per Mail sharen

    Hongkong ist das große Netzthema diese Woche: Google, Facebook und Twitter wollen künftig den örtlichen Strafverfolgern keine Daten ihrer Nutzer mehr geben, weil ja die repressive Volksrepublik China wegen des neuen Sicherheitsgesetzes auf die Justiz Hongkongs durchgreifen kann. Ist wohl eine Maßnahme, die in den Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit der Unternehmen entstanden ist. Auf dem chinesischen Festland selbst schließlich betreiben Internet-Konzerne Rechenzentren, eben damit chinesische Behörden auf Nutzerdaten zugreifen können. Und übrigens nicht nur Internet-, sondern auch Auto-Konzerne. Ein modernes Auto ist ja auch ein Computer, der ständig persönliche Daten in die Cloud hochlädt. Und an die wollen alle ran.

    Neues Router-Betriebssystem

    Ein neues Betriebssystem für die Fritzboxes gibt's, die weit verbreiteten Home-Router, FritzOS 7.20. Etliche Neuerungen bringt es mit. Die meisten haben mit Cybersicherheit zu tun, etwa WPA3, den Wi-Fi Protected Access in der Version 3. Heißt auf Deutsch: Das heimische Drahtlos-Netz ist damit stärker verschlüsselt und somit geschützt, protected, Wi-Fi Protected Access, Version 3. Und in so einem Heim-Netz, da hängen ja oft nicht nur PCs und Tablets, sondern zunehmend auch irgendwelche smarten Dinge, Steckdosen, Heizungssteuerungen. Die haben häufig keinen Bildschirm, lassen sich also nur umständlich konfigurieren. Mit WPA3 kann man sie zumindest einfach ins WLAN hängen. Fritz-OS 7.20 gibt’s erst einmal für die neuste Box. Auf der Benutzeroberfläche muss man auf „System“ klicken, dann auf „Update“. Und dann kann man nach neuen Betriebssystem-Versionen suchen lassen.

    Tipps von der NSA

    Und die Meldung zum Schluss: Viele arbeiten ja im Home-Office. Und damit das klappt, muss es sicher mit den Servern in der Firma oder im Amt verbunden sein. Das geschieht am besten mit einem VPN, einem virtuellen privaten Netz. Von einem Tunnel spricht man da auch. Also es ist fast so, als hätte jemand unter dem Internet mit seinen Hackern und seinem digitalen Ungeziefer, einen sicheren Tunnel gegraben. Muss natürlich ordentlich konfiguriert sein, so VPN. Und das ist etwas, worin auch so manche IT-Profis nicht geübt sind. Und deshalb gibt’s dafür Tipps von NSA – genau, den Oberschnüfflern aus den USA. Die sind dort nämlich nicht nur für’s Lauschen, sondern auch IT-Sicherheit zuständig. Hier finden Sie eine kurze Anleitung für ein sicheres VPN.

    Die NSA rät übrigens dringend dazu, das vom Hersteller voreingestellte Passwort am VPN-Gateway zu ändern. Das ist meistens auch so’n Kästchen, so’n Router. Und auf den sollte man nicht mit Passwörtern wie „password“ oder „000“ zugreifen können. Wenn man das nämlich kann, dann kann’s ein Hacker auch. Ein guter Tipp also von der NSA. Und die muss es wissen, weil: die ist sicherlich schon in viele Netze mit „000“ oder „password“ reingekommen.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.