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Achim Killer

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    Killer's Security: Sprit-Mangel wegen Krypto-Trojaner

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Ransomware. Kriminelle fahren damit eine riesige Cyberattacke in den USA. Und in Deutschland warnt das Bundeskriminalamt davor. In Corona-Zeiten besonders bedroht ist das Gesundheitswesen.

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    • Achim Killer

    Sprit-Mangel wegen Krypto-Trojaner

    Eigentlich kann man’s ja nicht mehr hören: Ransomware - Erpresser-Software, digitales Ungeziefer, das fremde Rechner befällt, dort Dateien verschlüsselt und dann für die Entschlüsselung Lösegeld verlangt.

    Jetzt haben Kriminelle mit Ransomware die bislang größte Cyber-Attacke in den USA gefahren, auf Rechnern der Firma Colonial Pipelines. Der gehören Öl-Pipelines von insgesamt 9.000 Kilometern Länge, vom Golf von Mexiko bis zur Ostküste, bis nach New York und Boston: Mit der Folge, dass dort der Sprit knapp geworden ist und die Preise explodiert sind. Das FBI sagt: Das war Darkside, eine Bande, die die gleichnamige Schad-Software vertreibt. Und Darkside hat im digitalen Untergrund verbreitet, es sei gar nicht böse gemeint gewesen, also nichts Politisches oder Terroristisches. Vielmehr sei es ihnen bloß ums Geld gegangen. Wirklich! Das jedenfalls berichtet die Insider-Publikation Motherboard.

    Darkside hat demnach versprochen, dass man künftig mehr darauf achten werde, wem man die Schad-Software überlässt. Es ist ja so, dass Cyberkriminelle heutzutage sehr modern organisiert sind. Eine Gruppe programmiert, andere infizieren, wieder andere spionieren und kassieren. Ransomware-as-a-Service nennt sich das, Erpressung als Dienstleistung.

    Warnung vom Bundeskriminalamt

    Ransomware gibt es natürlich auch in Deutschland. Das Bundeslagebild Cybercrime 2020 des BKA ist diese Woche erschienen. Ransomware ist demnach die digitale Bedrohung für öffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Vor allem für solche, die mit der Corona-Bekämpfung zu tun haben. Auf die haben es die Kriminellen besonders abgesehen. Und als privater Surfer ist man natürlich auch gefährdet.

    Erinnerung an Wannacry

    Patchday war dann noch. Muss man unbedingt darauf achten, dass die Sicherheitsflicken für Windows installiert werden. Microsoft nämlich sagt, dass die Lücken, die die dichtmachen, schon im Untergrund bekannt sind. Und eine von diesen Lücken, die ermöglicht es, dass Schad-Software, die es in ein LAN geschafft hat, ein Netz daheim oder im Büro, dann von Rechner zu Rechner springt. Das erinnert einen doch an was! Genau! Wannacry, die Ransomware, die vor 4 Jahren Krankenhäuser in Großbritannien lahmgelegt hat, Autofabriken in Frankreich und Tankstellen in China und wegen der in Deutschland die Anzeigetafeln der Bahn ausgefallen sind. Am 12. Mai 2017 ist’s so richtig losgegangen, diese Woche vor vier Jahren.

    FragAttacks bedrohen WLAN

    Ein anderer Patch vom Dienstag, vom Patchday, der dichtet Windows übrigens gegen FragAttacks ab, ein neu entdecktes Sicherheitsproblem im WLAN. Windows wäre diesbezüglich dann sicher. Aber in so einem WLAN, da hängen ja noch andere Geräte, viele mit dem gleichen Problem. Die sollte man alle in den nächsten Tagen und Wochen mal überprüfen, ob’s Sicherheits-Updates dafür gibt.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.