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Killer’s Security: Spammer nutzen Corona-Angst | BR24

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GrandStealer nutzt Kriegsangst / Emotet bei der dritten Gewalt / Virenschutz für Windows 7

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Killer’s Security: Spammer nutzen Corona-Angst

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Viren. Makroviren stecken in Mails, in denen vor Corona und einem Atomkrieg gewarnt wird. Emotet wütet im Berliner Kammergericht. Und Microsoft liefert weiterhin Viren-Signaturen für Windows 7.

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Und mit einer Viren-Warnung zu Beginn. Es geht um das Coronavirus – im Ernst – das aus Wuhan. Das befällt natürlich keine Rechner. Aber Kaspersky hat jede Menge pdfs und Word-Dateien im Netz entdeckt, die mit digitalem Ungeziefer versifft sind, mit Makroviren. Und in den Dateien, in denen sie stecken, geht’ s um den Schutz vor dem – biologisch gefährlichen – Coronavirus. Die werden wohl in den nächsten Tagen millionenfach per Mail verschickt werden. Das ist immer so: Wenn’s einen großen Aufreger gibt in der wirklichen Welt, dann gibt’ s im Cyberspace garantiert eine Spam-Welle zum Thema. Social Engineering nennt sich das. Man ist neugierig, vielleicht sogar ein bisschen skandalhungrig, klickt an, was man nicht anklicken soll. Und dann hat man den Skandal auf dem eigenen Rechner.

GrandStealer nutzt Kriegsangst

Ein angeblich drohender Atomkrieg zwischen den USA und dem Iran ist ein anderes Social-Engineering-Thema, mit dem es Gauner im Cyberspace probieren. Da steckt der Trojaner GrandStealer im gemailten Word-Dokument. Und der stielt so ziemlich alles, was Geld wert ist auf dem Rechner: Anmeldedaten, Kryptogeld und Session-Cookies. Davor warnt das IT-Sicherheitsunternehmen Proofpoint. Das oberste Gebot in Sachen IT-Sicherheit ist aktuell: Ganz ruhig halten den rechten Zeigefinger.

Emotet bei der dritten Gewalt]

Das hat wohl jemand am Berliner Kammergericht nicht gekonnt. Jedenfalls wütet dort aktuell der Trojaner Emotet. Cyberangriffe auf Bundestag und –regierung hat’ s schon gegeben, Exekutive, Legislative. Mit Emotet im Kammergericht wären jetzt die drei Staatsgewalten durch. Die Angreifer hätten den gesamten Datenbestand des Gerichts kopieren oder manipulieren können, heißt es in einem Bericht. Was sie wirklich alles gemacht haben, ist noch ungeklärt.

Virenschutz für Windows 7

Aufpassen muss man halt – bei der grassierenden digitalen Pest. Und Anti-Viren-Software braucht man. Bei Windows 10 reicht da der mitgelieferte Windows-Defender durchaus. Was aber ist mit Windows 7? Das wird ja weiterhin benutzt, obwohl’ s keine Sicherheits-Updates mehr dafür gibt, weil: so manchem altmodischen Anwender ist ein ungefixter Bug in Windows 7 lieber, als etliche Features von Windows 10. So sollte man nicht denken. Aber wenn doch, muss man ein gutes Anti-Viren-Programm haben. Und da ist jetzt Microsoft umgeschwenkt. Erst hat’ s geheißen: Es gibt keine neuen Virensignaturen für die Security Essentials unter Windows 7 mehr. Jetzt doch. Also sie werden auch künftige Viren, Würmer und Trojaner erkennen. Da hat sich Microsoft eines Besseren belehren lassen. Und das versucht auch die Free Software Foundation, Microsoft eines Besseren zu belehren. Der Konzern solle doch den Quellcode von Windows 7 herausrücken und sein Urheberrecht daran der Allgemeinheit schenken. Eine Online-Petition hat die Foundation dazu gestartet. Tausende Wundergläubige haben sich bereits eingetragen.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.