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Killer’s Security: Skurrilitäten im Cyberspace | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Skurrilitäten im Cyberspace

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer diesmal über Skurrilitäten im Cyberspace. Ein angesagter virtueller Klub sperrt den Datenschutz aus. Scalper nehmen Egoshootern die Playstations weg. Und wer Videos schauen, bekommt Werbemüll.

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    Von
    • Achim Killer

    Clubhouse das ist derzeit angesagt. Rein kommt man nur auf persönliche Einladung eines Mitglieds. Und entsprechend gibt’s die App dieses Namens auch exklusiv für schicke iPhones. Hochkompetente Diskussionen führen kann man damit, plaudern, renommieren und wichtig sein. Einladungen für Clubhouse werden bereits auf dem Schwarzmarkt gehandelt. 50 Dollar sollen manche Leute dafür bezahlen, die wichtig sind, aber von denen das keiner weiß. Man kann sich Clubhouse vorstellen wie eine Videokonferenz-Software, bloß halt ohne Bilder. Ist datenschutzrechtlich problematisch. Wer andere einladen will, muss die App auf sein Adressbuch zugreifen lassen. Und dabei werden leicht die Rechte der Leute verletzt, die da drinstehen. Außerdem zeichnet Clubhouse die Gespräche, die darüber geführt werden, auf. Die User aber hat das nicht abgeschreckt. Clubhouse ist derzeit die Nummer 2 in den Apple-Download-Charts.

    Zum Artikel "Hype-App "Clubhouse": Zutritt nur für Coole - und Hassprediger?"

    Egoshooter und Scalper

    Gamer, Computer-Spieler, die haben’s schwer in Corona Zeiten. Sich in die eigenen vier Wände zurückziehen, ein blutrünstiges Spiel spielen und mit der neuesten Technik Monster niedermähen: geht nicht, weil man diese neuste Technik nicht bekommt. Es gibt Versorgungsengpässe bei Chips. Grafik-Controller sind Mangelware. Und die machen die Rechenleistung sowohl von Spiele-, als auch von Supercomputern aus. Und die neusten Playstations, die werden automatisiert von so genannten Scalpern aus den Webshops auf- und dann zu Wucherpreisen weiterverkauft. Scalper – Skalpierer! Da braucht man doch wirklich keinen Ego-Shooter mehr, wenn‘s im Cyberspace auch so brutal genug zugeht.

    Sicherheits-Updates

    Die Software, die man diese Woche unbedingt auf den aktuellen Sicherheitsstand bringen sollte – so noch nicht geschehen: Google-Chrome, den Browser, und den VLC-Player zum Video-Kucken. Da haben alte Versionen gefährliche Löcher, sagen die Entwickler. In der Version 3.0.12 ist der VLC-Player erst einmal wieder dicht.

    Adware in Video-Software

    Ist echt ein klasse Stück Software, der VLC-Player. Aber wenn man ihn installiert, dann muss man höllisch aufpassen. Von www.videolan.org sollte man ihn herunterladen und von nirgendwo anders. Es gibt auch eine deutsche Adresse. Aber wenn man ihn von da holt, dann holt man sich wirklich was, nämlich Adware, Werbe-Software. Also: videolan.org ist die Adresse für den VLC-Player und 3.0.12 die Nummer der geflickten Version.

    Chrome-Politur

    Ja, und vor Sicherheitsproblemen bei Chrome, da warnt das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Die Nummer der aktuellen Version ist kompliziert. "88." muss vorne stehen, dann ist schon mal gut.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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