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Killer’s Security: Sicher unterm Internet durch | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Sicher unterm Internet durch

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer diesmal aus den Tiefen des Netzes. Wegen des steigenden Datenverkehrs werden neue Glasfaserkabel auf dem Meeresgrund verlegt. Und VPNs untertunneln das immer gefährlicher werdende Internet.

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    • Achim Killer

    Um rund 50 Prozent hat der Internet-Verkehr im letzten Jahr zugenommen – wegen der vielen Home-Offices weltweit. Das sagt TeleGeography, ein Marktforschungsunternehmen, das sich regelmäßig anschaut, welche Datenmenge durch die Glasfaser-Kabel auf dem Meeresgrund zwischen den Kontinenten fließt. Deshalb werden denn auch neue verlegt - von den einschlägigen Internet-Konzernen, Google, Amazon, Facebook und Microsoft. Google etwa hat jetzt eines zwischen Europa und den USA in Betrieb genommen. Dunant heißt das – nach dem Rot-Kreuz-Gründer. Und Dunant schafft sagenhafte 250 Terabit pro Sekunde. Ja, kann man sich jetzt wenig drunter vorstellen. Also: Alle Tatort-Krimis, die die ARD je ausgestrahlt, aufgezeichnet in ordentlicher Qualität, die schiebt Dunant in einer Zehntel Sekunde unterm großen Teich durch. – Toll.

    Nachschlüssel für Dateigeisel

    Jetzt zu dem, was nicht so toll ist. Bei manchen Firmengründern ist man ja sogar recht froh, wenn sie ganz schnell scheitern. Beispielsweise bei den Entwicklern von Fonix, einem Erpessungstrojaner, der Dateien auf fremden Computern verschlüsselt hat und für die Entschlüsselung Lösegeld verlangt. Letzten Juni haben dessen Macher ihr kriminelles Geschäft begonnen, jetzt geben sie’s schon wieder auf. Das hat einer von ihnen gezwitschert und versprochen, den Schlüssel herauszurücken, damit die Opfer wieder an ihre Dateien kommen. Das passiert öfters sowas, dass quasi Nachschlüssel auftauchen. Erste Adressen für die entsprechenden Entschlüsselungstools findet man hier. Noch besser als dort nachzuschauen, wenn’s einen erwischt hat, ist es natürlich, vorzusorgen, also regelmäßig Back-ups zu ziehen und damit gar nicht erst erpressbar zu werden.

    Tunnel unterm Netz

    Ja, schlimm geht’s zu im Internet. Manche würden’s deshalb am liebsten untertunneln, um sicher an ihr Ziel zu surfen. Dieses Bild gebraucht man denn auch gerne für VPNs, virtuelle private Netze, quasi Tunnel unterm Internet durch. Ein VPN sollte man tunlichst in Gottesstaaten nutzen, wenn man was Blasphemisches vorhat, in anderen Despotien, überall in ansonsten unverschlüsselten Funknetzen oder wenn man sich im Internet Filme anschauen will und das aus irgendwelchen juristischen Gründen sonst nicht geht. Die Mozilla-Stiftung, die mit dem Firefox, die will sowas in Kürze in Deutschland anbieten so wie jetzt schon in den USA, Singapur und Malaysia. Wird sicherlich interessant, kostet aber Geld. Von Opera wiederum gibt’s ein bisschen VPN gratis, integriert in den Browser des Unternehmens. Damit kann man sicher surfen. Filme mit Hilfe so genannter Torrents runterladen hingegen, das geht nicht. Aber manchmal lassen sich Filme damit anschauen. Auf Heise.de steht ein aktueller Überblick über den VPN-Markt.

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