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Killer's Security: Shitstorm beutelt Firefox | BR24

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    Killer's Security: Shitstorm beutelt Firefox

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über den Unmut, den der neue Firefox für Android auf sich gezogen hat. Er droht, zum Windows 8 der Mozilla-Stiftung zu werden, weil er eine Bedienoberfläche hat, die keiner mag.

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    Streit um den neuen Android-Firefox

    „Ähm, ja“, das oder sowas Ähnliches wird so mancher Freund des Feuerfuches gesagt haben, als er diese Woche sein Tablet entsperrt hat und der Browser Firefox für Android sich seit dem letzten Mal auf die Version 79 gebracht hat. Man erkennt ihn nicht mehr wieder , und das hat man nicht so gern als Nutzer: Wenn man nicht mehr weiß, wo man hintippen muss. Und deshalb ist denn auch ein Shitstorm bisher ungekannten Ausmaßes über die Entwickler von der Mozilla-Stiftung hereingebrochen. Die nämlich haben die Bedienelemente völlig neu angeordnet, die Tabs beispielsweise.

    Die meisten Surfer haben ja immer mehrere Tabs offen, und zwischen denen kann man oben, mit den Reitern oberhalb der Adresszeile, wechseln. Aber nach dem Update sind die weg, versteckt in obskuren Tab-Sammlungen, also nicht mehr oben, oberhalb der Adresszeile. Und schlimmer noch: Die Adresszeile ist auch nicht mehr oben. Bei Google Play häufen sich die Negativ-Bewertungen.

    Was kann man tun? Die drei Punkte suchen, mit denen man an die Einstellungen des Firefox kommt, drauftippen, dann auf „Anpassen“ gehen. Und da kann man festlegen, dass die Adresszeile wieder oben zu sein soll, wo sie hingehört, und nicht unten. Und dann kann man dort „support.mozilla.org – Häufig gestellte Fragen zur Aktualisierung“ eingeben. Das führt zu einer Hilfe-Seite.

    Der Firefox 79 für Android hat eine neue Rendering-Engine GeckoView – ein wirklich ambitioniertes Software-Projekt. Aber dafür interessiert man sich eher nicht, wenn man nicht mehr weiß, wo man hintapsen soll.

    Die IT-Branche prozessiert

    Jede Menge Juristen sind derzeit im Cyberspace unterwegs. Der umstrittene Social-Media-Dienst TikTok etwa hat welche angeheuert, um gegen US-Präsident Trump zu klagen, weil der aus Sicherheitsgründen droht, TikTok zu verbieten. Der Spiele-Entwickler Epic klagt gegen Apple, weil der iPhone-Konzern ihn aus dem App-Store geworfen hat. Apple will immer will immer, wenn Epic was verkauft, 30 Prozent abhaben, und nicht, dass Epic das durch so genannte In-App-Verkäufe umgeht. Social Media und die Staatsgewalt und Apple’s Monopol-Laden, derartiges wird schnell gerichtsmassig.

    Software-Lizenzen aber auch. In Köln ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt gegen den Lizenzhändler Lizengo. Lizengo verkauft überschüssige Microsoft-Lizenzen, also welche, die Unternehmen nicht oder nicht mehr benötigen und deshalb günstig abgeben. Deshalb hat man letztes Jahr auch beim EDEKA Windows-Aktivierungsschlüssel für ein paar Euro kaufen können. Ist eigentlich legal sowas, auch wenn Softwarehäuser das gar nicht gern sehen. Allerdings mehrfach dürfen Lizenzen natürlich nicht eingesetzt werden. Und das vermutet man bei Microsoft im Fall von Lizengo.

    Virtuelle Gamescom

    Und in Köln hätte diese Woche die Gamescom begonnen, die größte Computerspiel-Messe der Welt. Da drängen sich jedes Mal die Youngsters vor den Messeständen. Geht heuer natürlich nicht. Deshalb hat am Donnerstag die Gamescom im Cyberspace begonnen. Geht noch bis morgen. Auf www.gamescom.de kann man dabei sein.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.