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Killer’s Security: Schnabeltier bedroht Chips | BR24

© Achim Killer/BR

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über ein neues Prozessor-Problem von Intel-Chips - und was dagegen hilft.

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Killer’s Security: Schnabeltier bedroht Chips

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über ein neues Prozessor-Problem von Intel-Chips. Nach Meltdown und Spectre haben Hacker jetzt ein Sicherheitsloch namens Platypus entdeckt. Ein Windows-Update mit neuem Microcode schafft Abhilfe.

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Sicherheits-Updates hat's diese Woche gegeben für alles, womit man es als PC-Nutzer so zu tun hat. Klar, zweiter Dienstag im Monat, Patchday.

Microsoft hat da beispielsweise eine Lücke im Windows-Kernel, also im Kern, im wichtigsten Teil des Betriebssystems, abgedichtet. Aber nicht nur das: Der Software-Konzern hat mit dem Windows-Update auch Hardware geflickt und zwar Intel-Prozessoren. Da werden ja seit drei Jahren auch ständig Probleme entdeckt.

Prozessoren-Probleme bei Microsoft

Meltdown und Spectre heißen die von Anfang 2018. Platypus, Schnabeltier, das neue. Der Name ist ein IT-ler Scherz. "Power Leakage Attacks: Targeting Your Protected User Secrets" haben die Entdecker das Sicherheitsproblem genannt - und warum? Damit man es Platypus abkürzen kann. Wegen dieses Schnabeltiers nun können schlimme Finger geheime Schlüssel aus betroffenen Rechnern auslesen.

Microsoft hat deshalb auch Intel-Microcode ausgeliefert. Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, rät dringend, den einzuspielen. Wer Windows auf den aktuellen Stand gebracht hat, hat das bereits erledigt.

Browser-Updates besser automatisch installieren lassen

Noch dringender rät das BSI dazu, den Browser Chrome zu aktualisieren. Und nicht nur das, auch in Microsoft’s Edge und im Firefox sind Löcher entdeckt worden - und es gibt Updates.

Als altmodischem User widerstrebt einem das zwar. Aber man sollte mittlerweile Updates wirklich automatisch installieren lassen. Da kann dann zwar was schiefgehen. Aber man kommt sonst einfach nicht mehr hinterher.

Anti-Viren-Softwarehäuser in Not

In Anti-Viren-Software werden seit einiger Zeit ebenfalls immer wieder Sicherheitslücken entdeckt, aktuell im Bitdefender. Die Anti-Viren-Branche kämpft derzeit mit massiven Problemen, nicht nur Sicherheitsproblemen, sondern auch wirtschaftlichen.

Das liegt an Microsoft - genauer: am Defender, dem Anti-Viren-Programm, das bei Windows dabei ist. Das findet sehr viele digitale Schädlinge. Da braucht man eigentlich kein anderes Schutzprogramm mehr. Es sei denn man möchte zusätzliche Funktionen wie Warnungen vor gefährlichen Web-Sites oder Zugang zu einem virtuellen privaten Netz. Ansonsten genügt der Microsoft Defender. Und das bekommen jetzt die Entwickler von Allerwelts-Anti-Viren-Software zu spüren.

Quanten-Computer Thema im B5-Computer-Magazin

Die Zukunft der Rechnerei liegt im Bereich Quantum. Und wann wir dann echte, kommerziell nutzbare Quanten-Computer haben, wird auf der Zeitskala von fünf bis zehn Jahren wahrscheinlich der Fall sein, sagt Joseph Reger vom Quantum Computing Council des Weltwirtschaftsforums. Und das ist Thema eines Kongresses des Münchner Kreises nächsten Mittwoch (18.11.2020) und schon am Sonntag (15.11.2020) im Computer-Magazin, um 16:35 Uhr und um 20:35 auf B5 aktuell.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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