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Killer's Security: Schlecht angeleinte Mäuse | BR24

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Schlecht angeleinte Mäuse / Abgehörte Sprachassistenten / Reparierter Sandkasten /

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Killer's Security: Schlecht angeleinte Mäuse

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über unsichere Mäuse. Ihre Verbindung mit dem Rechner kann abgehört werden. Häufiger abgehört wird, wer mit Alexa oder Google Home spricht.

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Sie sind gefährlich und müssen deswegen gut angebunden werden – Mäuse, Computermäuse versteht sich, und Tastaturen. Mittlerweile geschieht das oft per Funk. Und die Funkverbindung zwischen Tastaturen und Mäusen der Schweizer Firma Logitec mit dem Computer, die ist häufig unsicher. Das hat der IT-Sicherheits-Experte Marcus Mengs herausgefunden, der für den Heise-Verlag arbeitet. Er hat eingetippte Passwörter abhören und digitale Hintertürchen einrichten können, durch die er die Rechner dann ferngesteuert hat. Also ein Hacker – in dem Fall ein weißer Hacker – der nicht übers Internet kommt, sondern über die Funkanbindung von Eingabegeräten. Das funktioniert über Strecken von etlichen Metern hinweg. Gefährdet sind Rechner, die über die Logitec-eigene Unifying-Funktechnik mit Maus und Tastatur verbunden sind. Die kann man am orangefarbenen Label erkennen. Weit häufiger verwendete Bluetooth-Verbindungen sind nicht betroffen. Man sollte also mal seiner Maus genau aufs Label schauen. Auf der Logitec-Support-Site steht, welche Peripherie-Geräte nicht richtig angebunden sind. Ein bisschen was kann man mit Firmware-Updates reparieren, und manche Geräte werden kostenlos ausgetauscht.

Abgehörte Gespräche

Also Klicken und Tippen kann unter Umständen unsicher sein. Was kümmert's mich, mag sich mancher denken: Ich sprech' schließlich mit meinem Smartphone und meinem Tablet. – Ja, das ist auf jeden Fall unsicher. Was man beispielsweise Amazons Alexa oder Googles Assistant sagt, diesen Sprach-Apps, das wird in den Rechenzentren der Internet-Konzerne in Eingaben übersetzt, die so ein Handy versteht. Spracherkennungs-Software macht das. Aber auch Leute hören mit. Das berichtet der belgische Rundfunk. Dem sind Sprachaufnahmen von Googles Assistant-App und dem stets lauschenden Lautsprecher Home zugespielt worden. Mehrere Tausend Angestellte eines Dienstleisters von Google sind demnach damit beschäftigt, mitzuhören, angeblich um die Spracherkennungs-Software zu verbessern. Über Alexa war vor ein paar Monaten Ähnliches berichtet worden. Laut dem Report des belgischen Rundfunks lassen sich Männer oft bei der Suche nach Pornographie von Googles Assistant helfen – bringt sicherlich auch ein bisschen Spaß zu den Arbeitsplätzen der Sprachanalytiker.

Ein neuer Sandkasten für den Feuerfuchs

Wer den Browser Firefox benutzt, der sollte möglichst schnell auf die aktuelle Version gehen. Die Nummer 68 ist das. Dazu rät das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. In älteren Varianten des Feuerfuchs nämlich ist die Sandbox undicht. Sandbox: ein Stück Software, das man sich vorstellen kann wie einen Sandkasten mit einer Umrandung, das den Browser vom Rest des Systems trennt. Digitales Ungeziefer landet erst mal da und kommt oft nicht raus. Im Firefox Nummer 68 ist der Sandkasten wieder repariert.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.