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Achim Killer

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    Killer’s Security: Ransomware und Risiko

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Erpresser-Software. Im Allgäu ist der Traktor-Hersteller Fendt einer Ransomware-Attacke zum Opfer gefallen. Mit ein paar einfachen Sicherheitsvorkehrungen können Privat-Anwender sich schützen.

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    Ransomware, Erpresser-Software, beeinträchtigt mittlerweile die Funktionsfähigkeit unseres Gemeinwesens. Das schreibt das Bundeskriminalamt in seinem aktuellen Bundeslagebild Cybercrime. Ein Schaden in Höhe von gut 24 Milliarden Euro pro Jahr würde dadurch aktuell entstehen. Muss man jetzt nicht akademisch nehmen die Zahl. Es können auch ein, zwei Milliarden mehr sein. So genau weiß das die Polizei nämlich gar nicht. Und die Aufklärungsrate bei Internet-Kriminalität liegt gerade mal bei 30 Prozent. Aber: sie grassiert wirklich ganz massiv, diese Pest.

    Ransomware im Allgäu

    Das zeigen auch die aktuellen Vorkommnisse dieser Tage: Zum letzten Wochenende hin hat es im Allgäu Fendt erwischt, den Traktor-Bauer. Da hat Ramsomware weltweit die Produktion lahmgelegt. Allein in Marktoberdorf sind deswegen mehrere Tausend Beschäftigte schon am Freitag ins Wochenende gegangen. Es ist noch nicht raus, wie groß der Schaden insgesamt ist.

    Ein paar Tausend Kilometer entfernt davon, in Costa Rica, da weiß man sich der Pest nicht mehr zu erwehren und hat deswegen den Notstand ausgerufen. In Costa Rica attackieren derzeit Cybergangster von der berüchtigten Conti-Gang Regierung und Behörden mit Ransomware.

    USB-Sticks gegen Krypto-Trojaner

    Das Zeug verschlüsselt ja auf infizierten Rechnern Dateien und verlangt dann für die Entschlüsselung Lösegeld. Da kann man sich jetzt fürchten vor. Oder man kauft sich einen großen USB-Stick und zieht Kopien aller Dateien drauf, die man auf dem Rechner hat. Als Privatanwender ist man dann schon mal gut geschützt.

    Anti-Viren-Tipps

    Ein ordentliches Anti-Viren-Programm ist noch ganz nützlich. Das fängt die Trojaner ab, bevor sie infizieren, verschlüsseln und erpressen können, und steckt sie in Quarantäne – einen Bereich auf der Festplatte, wo sie kein Unheil anrichten können. Das private AV-Test-Institut in Magdeburg checkt Anti-Viren-Programme regelmäßig ab, darauf, ob sie was finden und wie sie sich in der Praxis so machen. Da schneidet der Defender von Microsoft in jüngster Zeit sehr gut ab. Der ist bei Windows dabei und kostet nicht extra. Kaspersky ist auch sehr gut, sagt AV-Test. Aber davon rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ab, weil Kaspersky ein russischer Konzern ist.

    Überhaupt das BSI, richtig hippelig waren die wieder, die deutschen IT-Sicherheits-Beamten. Eine Warnmeldung nach der anderen haben sie rausgehauen. Antiviren-Software von Eset soll man aktualisieren. Das ist ein slowakisches Unternehmen und insoweit unverdächtig. Aber ein gefährliches Sicherheitsloch ist in der Software entdeckt worden. Das ist besonders unangenehm, Sicherheitslöcher in Sicherheits-Software. Das BSI rät dringend, die Updates zu installieren, die Eset bereithält. Außerdem war wieder Patchday. Auf der zweithöchsten Risikostufe, der mit der Nummer 4, torkelt herum, wer die Microsoft-Patches vom Dienstag noch nicht installiert hat, sagt das BSI.

    Alle Folgen von Killer's Security finden Sie hier.

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