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Killer’s Security: Ransomware-Krimi | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Ransomware-Krimi

    In den Online-Nachrichten geht Achim Killer Computer-Trends nach: Verbreiter von Erpressungstrojanern geben auf – freiwillig oder zwangsweise. Schadsoftware befällt immer schneller neue Rechner-Plattformen. Und die Internet-Zensur greift um sich.

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    Von
    • Achim Killer

    Um Trends in der Computerei geht’s diesmal in den Online-Nachrichten. Der gute zuerst: Immer mehr cyberkriminelle Erpresser machen sich vom Acker, geben auf oder werden geschnappt. Jetzt hat die ukrainische Polizei Verdächtige verhaftet, die mit dem Trojaner Egregor ihr Unwesen getrieben haben sollen. Bei der Fahndung sei Europol der Spur des Löse-Geldes gefolgt. Das geht auch bei Bitcoins. Ist ein echter High-Tech-Krimi, der da grad im Internet abläuft. Wer sich auf technisch hohem Niveau unterhalten will, sollte vorher allerdings seine Festplatte aufräumen, alle Dateien in Unterverzeichnisse unter einem großen Hauptverzeichnis packen und das dann auf eine externe Festplatte kopieren, die abstöpseln. Dann ist man selber sicher und kann sich von dem Thriller im Cyberspace entspannt in Spannung versetzen lassen.

    Update für Google’s Chrome

    Vor etlichen Sicherheitslücken im Browser Chrome warnt Google. An etlichen Stellen kann es zu Buffer overflows kommen. Also Hacker schicken mehr Daten, als der Browser verarbeiten kann. Das gestresste Stück Software gerät in Panik, macht was Dummes. Und richtig gute Hacker kriegen es hin, dass das Dumme, das der Browser macht, ihnen, den Hackern, nützt. Man sollte mal nachschauen, ob Chrome auf dem aktuellen Stand ist: Unter Windows: die drei Punkte rechts oben – „Hilfe“ – „Über Chrome“. 88.0.4324 steht wahrscheinlich da. Und wenn dahinter noch 182 steht, dann passt es erst mal wieder.

    Erste Malware für neue Macs

    Apple wechselt ja gerade den Prozessorlieferanten, schmeißt Intel raus und nimmt statt dessen auch für seine Mac-Rechner Handy-Chips von ARM. Wird sich ne Zeit hinziehen, die Umstellung, bis auch auf ARM-basierten Macs alles flutscht. Aber digitales Ungeziefer gibt es bereits dafür, den Werbetrojaner GoSearch22. Früher hat Apple mit Virenfreiheit geworben, war ein reiner Marketing-Gag. Tatsächlich hat sich’s für Kriminelle einfach nicht gelohnt. Jetzt ist Apple erfolgreich, die User oft betucht. Das zieht die digitale Pest an – ist auch ein Trend.

    Zensur im Netz

    Zur Real-Satire: Google hat die Titanic-App aus seinem Web-Shop geworfen wegen anstößiger Karikaturen. Da ist Google natürlich nicht allein. Vor 10 Jahren hat Apple schon mal den Pulitzer-Preisträger Mark Fiore aus dem App-Store verbannt. Der karikiert ebenfalls gerne Kirchenmänner – wie die Titanic. Zensur im Internet Apple – Google – Myanmar – auch’n Trend, wenn auch ein besonders übler.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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