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Killer’s Security: Phisher’s Links | BR24

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Über Phishing berichtet Achim Killer diesmal in den Online-Nachrichten. Mit alten, plumpen Tricks versuchen Cyberkriminelle aktuell wieder, User zu löffeln. Niveaulos eigentlich. Aber wenn man nicht aufpasst: Man fällt drauf rein!

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Killer’s Security: Phisher’s Links

Über Phishing berichtet Achim Killer diesmal in den Online-Nachrichten. Mit alten, plumpen Tricks versuchen Cyberkriminelle aktuell wieder, User zu löffeln. Niveaulos eigentlich. Aber wenn man nicht aufpasst: Man fällt drauf rein!

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CES, die große Consumer Electronic Show, ist vor wenigen Stunden in Las Vegas zuende gegangen: Jede Menge neue Gadgets, die demnächst in die Läden und Webshops kommen, sind gezeigt worden. Und etliche davon – Handys, Notebooks und Fernseher – haben ein Display zum Falten oder zum Zusammenrollen. Daraus wird wohl der aktuelle digitale Mode-Trend dieses Jahr.

Bluetooth-Erweiterung

Und noch was: Bluetooth – die Funktechnik, mit der sich beispielsweise Smartphones mit drahtlosen Ohrhörern verbinden – die wird erweitert – zu so einer Art Rundfunk. Man kann dann – wenn der das will und man selbst es will – etwa die Musik mithören, die sich jemand gerade auf die Ohren gibt. Im Kino soll man so die Sprachversion eines Films auswählen können, oder wenn irgendwo ein stummgeschalteter Fernseher steht, dann soll man den quasi für sich persönlich anschalten können – mit seinem Bluetooth-Kopfhörer. Bluetooth LE Audio nennt sich das, ist auch auf der Consumer Electronic Show vorgestellt worden. Steckt einiges an Möglichkeiten drin, in dieser Bluetooth-Erweiterung. Und wer Bluetooth kennt, der weiß, dass da natürlich auch jede Menge Sicherheitsrisiken drinstecken.

Apfel-Falle

Womit wir bei den aktuellen Problemen und Gaunereien im Cyberspace sind: Die Kriminalpolizei warnt vor Phishern, Internet-Kriminellen, die nach persönlichen Daten fischen: Man bekommt eine Mail. Da steht drin, dass man mit seinem iPhone etwas Teures bestellt habe. Da erschrickt man dann vielleicht. Aber zum Glück – so heißt es weiter – könne man die Bestellung ja stornieren. Ein Link ist dabei. Und wenn man den anklickt, kommt man zu einer Seite, die aussieht, als sei sie von Apple. Ist sie natürlich nicht. Gauner haben sie ins Netz gestellt. Und die fordern einen auf, sich mit seiner Apple-ID anzumelden, Ausweis, Kreditkarte und sich selbst zu fotografieren und die Bilder hochzuladen. Ja – wer das macht, der hat verloren.

Google-Falle

Mails mit Links drin, die hat der Teufel gesehen. Und das gilt auch, wenn diese Links vertrauenswürdig ausschauen, eine Google-Adresse beispielsweise. Die müsste doch in Ordnung sein, denkt man sich. Dem ist aber nicht immer so. Google nämlich betreibt auch einen so genannten Redirect-Service. Und wenn Gauner den nutzen, dann landen ihre Opfer zuerst zwar bei Google, werden dann aber gleich weitergeleitet – redirected – zu Seiten, die die Gauner ins Netz gestellt haben.

Loch im Pelz

Und noch eine Gemeinheit versucht aktuell das Gesindel im Cyberspace. Es greift den guten Feuerfuchs an. Der nämlich hat ein Loch im Pelz, eine gefährliche Sicherheitslücke, wegen der er sich digitales Ungeziefer einfangen kann. Dazu genügt es, eine falsche Web-Site anzusurfen. Wenn’s dann dumm läuft, dann können die Gauner den Rechner ihres Opfers einfach so kapern. Und das ist kein theoretisches Problem, sondern die Gauner versuchen es bereits. Beim Firefox 72.0.1 und ESR 68.4.1 ist die Lücke gestopft.

Weitere Ausgaben von Killer’s Security finden Sie hier.