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Killer’s Security: Neue digitale Pestwelle | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Neue digitale Pestwelle

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über die aktuelle Emotet-Epidemie. Die Internet-Konzerne bessern derweil bei ihren Betriebssystemen nach. Apple bringt binnen einer Woche das zweite iOS-Update. Und Microsoft einen Notfallpatch.

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    Emotet

    Beliebtes Thema in den B5-Online-Nachrichten: Das ist das digitale Ungeziefer, das schon seit Monaten sein Unwesen treibt, Unternehmen, Behörden und unter anderem die IT des Klinikums Fürstenfeldbruck lahmgelegt hat. Aktuell warnt das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, vor Emotet: Derzeit grassiert diese digitale Pest wieder verstärkt.

    Meistens spricht man im Zusammenhang von Emotet ja von Ransomware, Erpresser-Software. Stimmt aber nicht ganz. Es ist ein echter Trojaner, der wütet wie die Griechen von 3000 Jahren in Troja. Die haben ja damals mit einem hinterhältigen Trick die Sicherungssysteme der Stadt umgangen und dann gemordet und gebrandschatzt. Emotet kann Dateien verschlüsseln und erpressen, aber auch Bankdaten ausspionieren. Man wird dann aufgefordert, seine Handy-Nummer einzugeben, bekommt einen Link aufs Smartphone für eine App, die angeblich nötig fürs Online-Banking ist. Ist sie natürlich nicht. Sie greift Transaktionsnummern ab.

    Emotet kommt per Mail, meist in einer Office-Datei im Anhang. Da steckt ein kleines Programm drin, ein so genanntes Makro. Und das ist er, der Emotet. Office fragt dann, ob man Makros zulassen will – Enable content? heißt’s. Und wer dann ja klickt, der hat verloren.

    "Don’t trust everyone. And it’s a good idea to have backup." - Jewgeni Kaspersky

    Man darf nicht jedem vertrauen, der einem eine Mail schickt, rät Jewgeni Kaspersky, der Chef des gleichnamigen Anti-Viren-Unternehmens. Und vor Erpressungstrojanern schützen regelmäßige Backups – auf einer externen Festplatte, die man nach dem Sichern der Daten abstöpselt und in die Schreibtischschublade legt.

    Betriebssystem-Updates

    Vorletzten Donnerstag gab’s einen neuen Rekord im Cyberspace: 7,1 Terabit pro Sekunde sind da durch den größten Internet-Knoten der Welt gegangen, den DE-CIX in Frankfurt. Der Grund: Apple hatte sein neues iPhone-Betriebssystem iOS 13 ins Netz gestellt.

    Auf ein Neues! Jede Menge Bugs sind in iOS 13.0. Mittlerweile hält Apple iOS 13.1 zum Download bereit. Da sind die zumindest die meisten der Bugs behoben.

    Für Windows, genauer gesagt für den Internet-Explorer unter Windows, gibt’s einen Patch, einen Reparaturflicken, außer der Reihe. Fiese Web-Seiten können den Browser so verwirren, dass er den Arbeitsspeicher des Rechners durcheinanderbringt. Und dann kann sich leicht digitales Ungeziefer einschleichen. Im Oktober, am Patchday, soll das Problem behoben werden. Wer ganz sicher gehen will, der kann den Patch schon jetzt manuell installieren.

    Und eine neue Version des Linux-Betriebssystems CentOS steht im Netz. Die mal anzuschauen, lohnt sich. In Kürze läuft ja der Support für Windows 7 aus. Und dann muss man sich als Anwender überlegen, ob man auf Windows 10 geht oder auf’n Linux.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.