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Achim Killer

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    Killer’s Security: Microsoft legt ein Windows nach

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer diesmal über die großen IT-Konzerne: Microsoft stellt Windows 11 vor. Das Bundeskartellamt untersucht Apple’s Marktmacht. An Amazon, Facebook und Google sind die Wettbewerbshüter schon länger dran.

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    • Achim Killer

    Am Donnerstag hat Microsoft das neue Windows vorgestellt, Windows 11. Ist wieder so ein Schmuckstück. Um Kacheln, Buttons und sonstiges Design ist’s bei der Vorstellung gegangen. „Modern und zurückhaltend“ nennt Microsoft den Look vom 11. Windows. - Ernsthaft interessant könnte werden, dass Android-Apps unter Windows 11 laufen sollen. Dazu würde Windows dann wohl so eine Art virtuelle Maschine kriegen, die für eine App so aussieht wie ein Android-Handy, die aber in Wahrheit ein Teil von Windows 11 ist. – Ist aber noch nicht soweit, bis alles funktioniert, kann es Weihnachten werden. So ne Art Testversion gibt’s nächste Woche. Und später sollen wohl die meisten Windows-10-Nutzer kostenlos auf 11 wechseln können.

    Kartellamt inspiziert Apple’s Appstore

    Das Bundeskartellamt will „beherzt Gebrauch“ vom neuen deutschen Wettbewerbsrecht machen, das zum Jahresbeginn runderneuert worden ist. So formuliert‘s Kartellamts-Chef Andreas Mundt und knöpft sich die berühmt-berüchtigten großen Vier der Computer-Industrie vor: Google, Facebook, Amazon und – diese Woche neu! – Apple.

    Es geht darum, ob diese Konzerne „marktübergreifende“ Bedeutungen haben und ausnutzen, wie’s so schön im novellierten Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen heißt. Also bei Apple, ob das denn so in Ordnung geht, dass der Konzern mit dem iPhone die zweitgrößte Handy-Plattform hat, da aber nur Programmierer drauflässt, die ihre Apps im konzerneigenen Appstore feilbieten und dafür 30 Prozent Provision nach Cupertino abdrücken. Man freue darauf, Apple‘s „Ansatz mit dem Bundeskartellamt zu diskutieren“, pfeift‘s dazu aus dem Apfelbaum-Wald.

    Brave gegen Google

    Eine neue Suchmaschine gibt’s: brave – tapfer – so wie der Browser und von derselben Firma. Und es ist tapfer, gegen Google anzutreten, soll datenschutzfreundlicher sein: search.brave.com.

    John McAfee ums Leben gekommen

    Die schillerndste Figur im Geschäft mit der IT-Sicherheit ist tot: John McAfee – hat das gleichnamige Anti-Viren-Unternehmen gegründet und richtig viel Geld verdient, als 1991 der Computer-Virus Michelangelo entdeckt worden ist. An einem 6. März sollte er aktiv werden, der Michelangelo-Virus, am Geburtstag des Renaissace-Künstlers. Die PC-User – DOS seinerzeit - die haben Panik gekriegt und die Anti-Viren-Software von John McAfee gekauft, der vorher eindringlich vor Michelangelo gewarnt hatte. Es war dann doch nicht so schlimm mit Michelangelo, aber McAfee war reich. Er hat seine Firma verkauft, in der Finanzkrise sein Vermögen verloren, ist unter Mordverdacht geraten und diesen Mittwoch unter noch ungeklärten Umständen tot in einer spanischen Gefängniszelle aufgefunden worden. In die ist er gesperrt worden, weil man ihn verdächtigt hat, mit Kryptogeld getrickst zu haben.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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