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Achim Killer

Deutsche Agentur für Cybersicherheit

Eine deutsche Agentur für Cybersicherheit wird eingerichtet, das hat die Bundesregierung beschlossen. Die Agentur soll dafür sorgen, dass Forschungsergebnisse rasch in IT-Sicherheitsprodukte umgesetzt werden, und nächstes Jahr ihre Arbeit aufnehmen. Mittlerweile gibt es schon einige, Behörden, die mit Netz-Sicherheit befasst sind. Seit 1991 kümmert sich das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik um die IT der Regierung und warnt Privat-Anwender, wenn Gefahren im Cyberspace drohen. Der Cyber Innovation Hub – soviel englischsprachiges Imponiergehabe muss wohl sein in der Armee – drillt die Bundeswehr digital. Und an der ZITiS, der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich, in München, da bastelt man am Staatstrojaner und am Bundestrojaner rum. Zum nächsten Jahr also kommt auch noch eine Agentur für Cybersicherheit dazu.

Finger weg von Cracks!

Einen neuen Verschlüsselungstrojaner gibt’s: Gandcrap 4.4 – Nichts Besonderes eigentlich. Diese Pest ist ja mittlerweile variantenreicher als die Schimmelpilze. Aber Gandcrap 4.4 verbreitet sich anders. Nicht per Mail und auch nicht per Drive-by-Download, also wenn man einfach bei einer versifften Site vorbeisurft und sich dadurch Schadsoftware einfängt. Nein, Gandcrap 4.4 wird von Cyberkriminellen in Cracks eingebaut, also in geklaute Software, bei der der Kopierschutz entfernt worden ist. Cracks kann man sich im Netz von dubiosen Seiten herunterladen. Sollte man aber nicht, weil: verboten und eben auch gefährlich. So hat sich Schad-Software früher meist verbreitet. Deshalb spricht man auch von Viren, weil sie andere Software quasi infizieren. Also man sollte keine Cracks aus dem Netz herunterladen und ansonsten kann man sich vor Erpresser-Software, vor Verschlüsselungstrojanern, schützen, indem man regelmäßig Backups seiner Daten zieht.

Informationen zu Gandcrap finden Sie auch hier.

Sorgen um das Internet der Dinge

Vint Cerf hat quasi das Internet erfunden – zusammen mit Robert Kahn - genauer: die Art, wie Daten da übertragen werden. IP – das Internet Protocol – legt fest, wohin oder woher. Und TCP – das Transmission Control Protocol – sorgt dafür, dass Daten, die unterwegs irgendwo verloren gegangen sind, noch mal geschickt werden. TCP/IP ist eine Entwicklung von Vint Cerf. Derzeit sorgt sich der große alte Mann des Cyberspace um das Internet der Dinge. Diese Dinge sind voller Software, sagt er und diese Software hat Fehler, die identifiziert und behoben werden müssen. Zitat: „These things are full of Software and the software has bugs. We have to make sure, we can fix the bugs.” Das ist dann wohl größte IT-Sicherheitsproblem der Zukunft. Das ganze Interview mit Vint Cerf finden Sie hier.