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Achim Killer
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Achim Killer

Versifft ab Werk

Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, warnt vor Android-Geräten mit vorinstallierten Schadprogrammen. Konkret geht es um Geräte eines polnischen Anbieters, die das BSI über Amazon gekauft hat. Das Fiese daran ist, dass das man das digitale Ungeziefer unter Umständen nicht mehr losbekommt, weil man bei diesen Gadgets ja vorinstallierte Software meist nicht löschen kann. Aus gegebenem Anlass gibt das BSI denn auch Tipps zum Handy-Kauf: Darauf achten soll man, dass die neuste Betriebssystem-Version installiert ist und dass man mindestens zwei Jahre lang Updates bekommt. Das ist richtig und wichtig. Aber wenn Schad-Software vorinstalliert ist, hilft einem das halt auch nicht weiter. Wer’s wirklich ernst meint mit der IT-Sicherheit bei Handys, der muss sich ein Geräte besorgen, dass man rooten kann, also knacken, weil: dann macht es, was man selbst will und nicht das, was der Hersteller möchte, oder der Händler oder der Mobilfunk-Provider oder sonst jemand, auf den man sich nicht verlassen sollte. – Ist aber halt fieselig, so ein Smartphone oder ein Tablet zu rooten.

Emotet für den Mac

Und vor Emotet warnt das BSI wieder – wie schon so oft. Neu ist aber, dass die aktuelle Warnung sich explizit an Apple-User richtet. Emotet ist eigentlich ein Windows-Schädling, der per Mail verbreitet wird. Aber es gibt auch eine Version für Mac-Rechner. In Office-Dokumenten steckt die. Microsoft-Office gibt’s ja auch für’n Mac. Links und Attachments bei Mails sind immer – und besonders aktuell – brandgefährlich. Denen sollte man sich erst widmen, wenn man sich zuvor einen Adrenalin-Stoß gegönnt hat.

Komprimierte Hintertür

WinRAR – das ist ein beliebtes Programm, um Dateien zu komprimieren und zu extrahieren – in und aus allen möglichen Formaten. Und da klafft eine gefährliche Sicherheitslücke. Wenn man sich von schlimmen Fingern eine komprimierte Datei andrehen lässt, dann kann da eine Backdoor drinstecken, ein Hintertürchen, das installiert sich. Und die schlimmen Finger haben dann immer Zugriff, wenn der Rechner an ist. WinRAR 5.70 ist die aktuelle Version, bei der die Lücke abgedichtet ist.

Anti-Viren-Test

Die Stiftung Warentest hat sich Anti-Virenprogramme näher angeschaut, Gratis-Software mit Werbung, Programme, die kosten, mit vielen Features. Und Microsoft’s Defender, der unter Windows 10 aktiv ist, wenn man keinen anderen Virenscanner installiert hat. Der hat sich als sehr solide herausgestellt, hat keine Extras, findet aber das meiste digitale Ungeziefer. Also der Defender reicht aus. Bei Anti-Viren-Software mit Werbung muss man vorsichtig sein, weil: wenn’s dumm läuft, kann sich darin selber Schad-Software verstecken – in den Werbebannern. Und wenn man bereit ist Geld auszugeben, muss man schauen, ob Extra-Funktionen wie ein VPN beispielsweise oder Update-Services einem das wert sind. Text, Links und Podcast der Online-Nachrichten finden Sie auf www.b5aktuell.de/online-nachrichten.

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B5 Online-Nachrichten vom 01.03.2019 - 07:40 Uhr