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Killer’s Security: Lösegeld in Millionenhöhe | BR24

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Schmutzige Geschäft der Online-Erpressung. Lösegelderpressungen werden immer ausgefeilter.

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Killer’s Security: Lösegeld in Millionenhöhe

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über das schmutzige Geschäft der Online-Erpressung. Der vom Makro-Virus Emotet verbreitete Ryuk bringt den Cyber-Kriminellen das meiste Geld ein. Regelmäßige Back-ups schützen.

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Corona ist auch in der Computerei das beherrschende Thema derzeit. Wichtige Veranstaltungen fallen aus deswegen: Google-Entwicklerkonferenz, Facebook-Entwicklerkonferenz, Game Developers Conference, der Cyber Security Summit in Bonn und die Command Control in München.

Ryuk heißt das beste Pferd im trojanischen Stall

Die RSA-Konferenz hat stattgefunden letzte Woche in San Francisco - wichtige IT-Sicherheitsveranstaltung. Ein FBI-Agent hat dort auch referiert - zum Thema Ransomware, diese Erpressungstrojaner, die verschlüsseln und dann Lösegeld verlangen. Mindestens 144 Millionen Dollar haben demnach die Erpressungsopfer in den USA in den vergangenen gut anderthalb Jahren bezahlt. Ist aber wirklich eher die untere Grenze für die Gesamtsumme des Lösegelds.

Das beste trojanische Pferd im cyberkriminellen Stall ist demnach die Ransomware Ryuk. Ryuk wird vom berüchtigten Makro-Virus Emotet - in Mail-Anhängen – auf fremde Rechner eingeschleust. Über 60 Millionen Dollar soll Ryuk den kriminellen Pferdehaltern eingebracht haben.

Vorsorge gegen Ransomware

Grassiert ja auch hier stark diese digitale Pest, befällt Rechner von Privatleuten, Unternehmen und immer mehr von öffentlichen Einrichtungen. Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, hat ein Merkblatt für Kommunen ins Netz gestellt. Und ansonsten gibt’s genau drei wirksame Schutzmaßnahmen gegen Ransomware: Backup, Backup und Backup.

Browser kucken ins Internet-Archiv

Ein nettes Feature hat der Browser Brave: Wenn man damit eine Seite ansurfen will, die gelöscht worden ist, dann kuckt der Brave im Internet-Archive nach, ob er was findet. Im Archive werden interessante Sites regelmäßig archiviert. Das Internet vergisst ja nicht, was manchmal auch ganz gut ist. Für’n Firefox, für Safari und für Chrome gibt’s Erweiterungen, die im Internet-Archive nachschauen. Und das kann man übrigens auch ohne Plug-ins: https://archive.org/

Rechnen gegen Corona

Noch mal Corona: Das wird auch informationstechnisch bekämpft. Es ist ja so, dass man von Vielem in der Biologie zwar die chemische Formel kennt aber nicht das genaue Aussehen, von Krankheitserregern beispielsweise. Deren räumliche Struktur kann man oft nicht sehen, sondern muss sie ausrechnen. Das ist richtig aufwändig. Da braucht man Supercomputer zu. Aber wenn’s klappt, dann kann man manchmal am Computer ein Medikament entwerfen, das wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch zum Krankheitserreger passt und den dann blockiert. Von Protein-Faltung spricht man da: Folding. Supercomputer sind teuer. Andererseits steht viel Rechenleistung daheim und im Büro rum, die man nicht braucht, weil so ein PC ja nicht ausgelastet ist, wenn man damit bloß einen Brief tippt. Da könnte ihn doch nebenbei Proteine falten lassen, meint die Stanford University in Kalifornien. Ein Stück Software muss dafür installieren. Dann rechnet der PC gegen Corona an:

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.