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Achim Killer

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    Killer’s Security: Kartellamt

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Monopoly im Cyberspace. Nachdem es bei Facebook und Amazon war, schaut das Kartellamt jetzt bei Google vorbei. Unbehelligt von Marktwächtern halt derweil Microsoft seine Entwicklerkonferenz ab.

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    • Achim Killer

    Ordentlich was zu tun, hat das Bundeskartellamt dieses Jahr, weil das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen novelliert worden ist. Und deshalb muss das Amt den einschlägigen Internet-Konzernen nicht mehr so viel durchgehen lassen wie früher. Facebook und Amazon schauen sich die Wettbewerbshüter schon genauer an. Und jetzt ist Google dran. Erst mal geht‘s darum, ob der Konzern mit dem am weitesten verbreiteten Browser – Chrome - dem am weitesten verbreiteten Betriebssystem – Android - einer Suchmaschine, die längst schon zum Synonym für die Internet-Suche selbst geworden ist – man sucht ja nicht mehr, man googelt – ein Konzern, dem Maps, GMail und Youtube gehören, ob der vielleicht eine – Zitat - „überragende marktübergreifende Bedeutung“ habe. – Sowas fragt sich das Kartellamt. - Wenn ja, dann dürften sich die verschiedenen Abteilungen und Konzerntöchter nicht einfach unter der Hand Geschäft und User zuschieben. Und in einem zweiten Verfahren geht’s darum, ob die User genügend Auswahlmöglichkeiten haben, wenn sie einen Google-Dienst nutzen, oder ob ihnen Big Goog mit seiner Marktmacht quasi ihre persönlichen Daten abpresst.

    Microsoft’s Entwicklerkonferenz

    Existenzbedrohende Kartellverfahren längst hinter sich hat Microsoft, es hat kein Betriebssystem- und kein auch kein Browser-Monopol mehr. In der Cloud verdient der Konzern jetzt Geld – und zwar ordentlich. Und darum ist es denn auch bei der Microsoft-Entwicklerkonferenz build diese Woche vor allem gegangen. Windows ist für Microsoft nur noch legacy, das Erbe aus den Zeiten des großen Bill Gates. Trotzdem hat dessen Nachfolger Nadella eines der wichtigsten Updates des Jahrzehnts für Windows 10 angekündigt.

    "And soon we will share one oft he most significant updatest to Windows of the past decade to unlock greater economic opportunity for developpers and creators". Satya Nadella, CEO von Microsoft

    Tolle Möglichkeiten für Programmierer bringe das Update so Nadella. Also der Microsoft-Store wird wohl etwas aufgemöbelt. Sind ja mittlerweile wichtige Betriebssystemfunktionen diese App-Stores – wirtschaftlich wichtig - für Google, Apple und Microsoft, weil sie da Verkaufsprovisionen verdienen. Kundennähe halt. Welcher Händler sonst hat einen Laden, den die Konsumenten auf dem Handy ständig mit sich herumtragen.

    Google stopft Sicherheitslöcher

    Und noch’n Update: Chrome, Google’s Browser, für den sich - wie gesagt – das Kartellamt interessiert. Aber darum geht’s jetzt nicht. Sondern das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, es warnt vor gefährlichen Sicherheitslücken in Chrome. In der Version 91 sind die gestopft: Die drei Punkte, rechts oben – „Hilfe“ – „Über Google Chrome“ – Da steht’s, welche Version man hat. Und derweil sucht Chrome schon automatisch nach Updates und installiert sie. Ist auch schön, wenn man zuschauen kann, wie Sicherheitsprobleme behoben werden. Neustartk. 91 – Punkt – irgendwas muss danach da stehen. Dann passt’s erst mal wieder.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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