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Achim Killer

Streit ums Urheberrecht

Aktuell demonstrieren Internetnutzer gegen die Reform des europäischen Urheberrechts. Internet-Plattformen wie Youtube beispielsweise sollen nach den Vorstellungen der Reformbefürworter dafür zur Verantwortung gezogen werden, wenn urheberrechtlich geschütztes Material bei ihnen hochgeladen wird. Verhindern ließe sich sowas aber nur automatisiert mit Hilfe von sogenannten "Upload-Filtern", kritisieren die Demonstranten.

Security Label für IT-Sicherheit

Wegen der Europäischen Union gibt’s ja auch diese Energie-Label - auf Waschmaschinen beispielsweise: Grün wäscht nicht nur sauber, sondern macht auch ein reines Gewissen, gelb ist so lala und rot eine einzige Ökokatastrophe. Werden denn auch kaum noch angeboten, derart katastrophale Waschmaschinen. Sowas soll’s jetzt auch für die IT-Sicherheit geben. Mit diesem Security-Label, dem Trust-Label oder IT-Sicherheitskennzeichen erwarte ich mir einen ähnlichen Effekt, dass es ein vermarktetes Feature wird, dadurch in das Bewusstsein der Käufer kommt und dadurch Anforderungen an die Industrie gestellt werden, das dann zu machen. Also auf smarten Heizkörpern, intelligenten Lampen und vernetzten Überwachungskameras soll künftig stehen, ob sie auch sicher sind, ob’s dafür Updates gibt beispielsweise und ob man sie durch ein Passwort schützen kann. Nächsten Dienstag will das Parlament über den Cybersecurity Act abstimmen. Das Ganze ist übrigens auch Thema im Computer Magazin, am Sonntag, um 16:35 und um 20:35 Uhr auf B5.

Banking Trojaner

Banking-Trojaner haben 2018 vermehrt ihr Unwesen getrieben. Das sagt Kaspersky. Fast 900.000 Exemplare sind ihm im vergangenen Jahr ins Netz gegangen. Das IT-Sicherheitsunternehmen führt es speziell auf einen Trojaner zurück, den mit dem Namen RTM. Da bekommen die Opfer eine Mail, werden auf eine Web-Site gelockt, die Cyberkriminelle ins Netz gestellt haben. Dort untersucht ein so genanntes Exploit-Kit den Rechner des Opfers auf Sicherheitslücken. Und wenn es eine findet, schiebt es den Trojaner durch. Der installiert sich, fängt eingegebene Nutzernamen, Passwörter und Transaktionsnummern ab und überweist damit Geld auf die Konten von Helfershelfern, die es waschen und auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. Zielgruppe der Gauner hinter dem RTM-Trojaner sind vor allem kleine Unternehmen, also die, die schon mal etwas mehr Geld überweisen als Privatleute. Pro virtuellem Banküberfall hat der RTM-Trojaner bis zu 15.000 Dollar Beute gemacht.

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