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Killer’s Security: Handy-Chips | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Handy-Chips

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über ARM-Prozessoren. Die takten in Smartphones und Tablets, bald in Apple’s Mac-Rechnern und seit kurzem auch im mächtigsten Supercomputer der Welt. Sieht so aus, als wäre Intel bald outside.

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    Ein Hochamt im Cyberspace ist diese Woche abgefeiert worden, Apple’s Entwicklerkonferenz, diesmal ohne Begeisterungsstürme vor Ort, sondern rein online. Innerhalb von zwei Jahren will der Konzern seine Mac-Rechner von Intel- auf ARM-Prozessoren umstellen. ARM – Advanced Risk Machines, das sind die Chips, die in etlichen Variationen auch in praktisch allen Smartphones und Tablets takten.

    Supercomputer rechnet mit Handy-Chips

    Und nicht nur das, nicht nur in Handys und künftig in Apple’s Mac-Rechnern, sondern zunehmend auch in Supercomputern werden ARM-Prozessoren verbaut. Die International Supercomputer Conference 2020 war diese Woche ebenfalls. Da wird immer die aktuelle Top500 vorgestellt, die Liste der mächtigsten Zahlenfresser. Fugaku heißt die neue Nummer 1 weltweit, steht in Japan, schafft 400 PetaFlOPS, löst also so mal eben 400 Billiarden schwierige Rechenaufgaben pro Sekunde. Und auch das erledigt dieser Number Cruncher mit ARM-Prozessoren, mit 7.299.072 ARM-Prozessor-Kernen, um genau zu sein. Auf Platz 13 der Liste: der SuperMUC in Garching, der Höchstleistungsrechner vom Leibniz-Rechenzentrum. Der arbeitet mit Chips von Intel. Aber auch in Garching wird getestet, was mit ARM-Prozessoren gehen könnte.

    Kartellamt mahnt Datenschutz an

    Ein interessantes Urteil ist diese Woche auch gefallen – wieder mal gegen Facebook wegen des mangelhaften Datenschutzes. Bemerkenswert dabei, dass es das Bundeskartellamt ist, das mehr Datenschutz von dem Konzern einfordert. Facebook dürfe nicht auf WhatsApp, Instagram und mit seinen Like-It-Buttons auch sonst überall im Web Daten sammeln und die dann zu umfassenden Nutzerprofilen zusammenführen. Das gehe doch das Kartellamt nichts an, meint Facebook. Das ist dafür zuständig, wenn ein mächtiger Konzern zu hohe Preise verlangt. Facebook aber verlangt kein Geld. Stimmt, sagt das Kartellamt, kein Geld aber Daten. Und davon verlangt der mächtigste Social-Media-Konzern zu viel. Anfang letzten Jahres hat der Rechtsstreit angefangen. Jetzt hat der Bundesgerichtshof dem Kartellamt rechtgegeben.

    Die Cyberweisen fordern Sicherheits-Updates

    Der Jahresbericht des Weisenrats für Cyber-Sicherheit ist erschienen. Den gibt’s wirklich, diesen Weisenrat, wahrscheinlich weil’s so schon nach den deutlich bekannteren Wirtschaftsweisen klingt, ist letztes Jahr gegründet worden. Je drei renommierte Professorinnen und Professoren sind drin. Und die empfehlen, dass sich die Hersteller zu regelmäßigen Sicherheits-Updates verpflichten, also nicht so wie bei Android-Handys und erst recht nicht wie im Internet der Dinge. Bei der Digitalisierung, bei der Industrie 4.0, da müsse IT-Sicherheit von vornherein eingebaut werden. Und wer irgendwas herstellt, was verschlüsselt, der müsse sich drauf einstellen, dass es bald Quantencomputer gibt, die vielleicht diese Verschlüsselung knacken, also lieber ein Verfahren wählen, das nicht angreifbar ist. Ein lesenswertes pdf es hier.

    Da erfährt man beispielsweise auch, dass es mittlerweile über eine Milliarde verschiedene Arten von digitalem Ungeziefer im Cyberspace gibt.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.