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Killer’s Security: Hacker bedrohen Cyborgs | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Hacker bedrohen Cyborgs

    Über Informationstechnik und Medizin berichtet Achim Killer diesmal in den Online-Nachrichten. Apps, die Körperfunktionen überwachen, liegen im Trend. Und Hacker bedrohen intelligente Implantate, haben aber noch keinen Schaden angerichtet.

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    Eine Offenbarung ist mal wieder zuteil geworden – am Dienstag den Gläubigen der Apple-Community. Der September-Event des Konzerns hat da stattgefunden, vorbereitet wie immer durch gezielt gestreute Gerüchte.

    Die Apple-Watch Nummer 6 kann jetzt auch den Sauerstoffgehalt des Blutes messen – so eine Produktankündigung am Dienstag. Seit gestern ist das teure Stück erhältlich. Das ist ein Trend, Computeruhren mit Medizin-Apps. Die EKG-App vom Apple-Konkurrenten Fitbit beispielsweise ist diese Woche ebenfalls von den Gesundheitsbehörden zugelassen worden.

    Ja, und anlässlich des Apple-Events gibt’s neue Betriebssysteme für die Gadgets aus dem Konzern: iOS, iPadOS und tvOS jeweils in der Version 14 und watchOS Nummer 7.

    NSA empfiehlt Secure Boot

    Und wieder ein IT-Sicherheits-Tipp von Leuten, die wissen, wovon sie reden – was nicht so selbstverständlich ist in der Computerei – also von Leuten, die wirklich Ahnung haben von den Gefahren im Cyberspace, von den US-Geheimdienstlern der NSA. Die schnüffeln nämlich nicht nur, sondern zur ihren Aufgaben gehört es auch, Schnüffler anderer Staaten aus den Computer-Netzen von US-Behörden auszusperren. Secure Boot empfiehlt die NSA derzeit eindringlich. So nennt man es, wenn schon der Bootloader, also das erste Stück Software das läuft, noch vor dem Betriebssystem, wenn das digital signiert ist und deshalb resistent gegen digitales Ungeziefer. Einen Rechner mit UEFI braucht man dafür – Unified Extensible Firmware Interface, also nicht ein altes BIOS. Und wenn man die Firmware dann konfiguriert, dann sollte man die Tipps von der NSA beherzigen.

    Haftung im Cyberspace

    Und noch’n Programm-Tipp: Ums Internet der Dinge geht’s am Sonntag, um 9:15 Uhr im Funkstreifzug auf Bayern 5, und zwar: Wer haftet, wenn was schiefgeht, wenn ein mit Schadsoftware infiziertes Babyphone zum Zombie wird, ein smartes Türschloss Einbrecher reinlässt oder ein Staubsaugroboter durchdreht und die Wohnung versaut. Das nämlich ist gar nicht so klar und muss dingend rechtlich geregelt werden, bevor demnächst selbstfahrende Autos Unfälle bauen.

    Cyborg-Konferenz

    Und nicht nur Dinge werden vernetzt, sondern auch Menschen, Menschen mit intelligenten Implantaten, Herzschrittmachern beispielsweise. Solche Geräte können gehackt werden, sagt Marco Preuss vom Anti-Viren-Unternehmen Kaspersky, das diese Woche eine virtuelle Sicherheits-Konferenz zum Thema veranstaltet hat. Ist aber noch nicht wirklich passiert. Nur theoretisch sind schon öfters Sicherheitslücken in Implantaten entdeckt und dann auch wieder gestopft worden. Trotzdem: Medizingeräte sind nach PCs, Smartphones und dem Internet der Dinge das nächste große Thema der IT-Sicherheitsbranche.