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Killer’s Security: Hacker! | BR24

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Diesmal berichtet Achim Killer über schwarze Hacker. Unter ihnen leiden aktuell die Autoindustrie, Behörden und der Amazon-Chef. Und dann gibt es noch die weißen. Sie finden die meisten Sicherheitsprobleme, um die’s in den Online-Nachrichten geht.

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Killer’s Security: Hacker!

Diesmal berichtet Achim Killer über schwarze Hacker. Unter ihnen leiden aktuell die Autoindustrie, Behörden und der Amazon-Chef. Und dann gibt es noch die weißen. Sie finden die meisten Sicherheitsprobleme, um die’s in den Online-Nachrichten geht.

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So – jetzt ist die staade Zeit wirklich vorbei. Der letzte Hacker ist aus dem Schiurlaub zurück. Und diese Woche haben sie ganz massiv zugeschlagen – rund um den Globus. Die Stadtverwaltung Potsdam ist am Mittwoch offline gegangen – aus Sicherheitsgründen. Die Merkwürdigkeiten im Behörden-Netz hätten sich gehäuft. Was genau los war, weiß man noch nicht. Aber ein Cyberangriff muss es wohl gewesen sein, sagt der Oberbürgermeister.

Trojaner in der Autoindustrie

Gedia, ein nordrhein-westfälischer Automobilzulieferer, fährt die Produktion im Notbetrieb. Vermutlich hat ein Erpressungstrojaner die Unternehmensrechner infiziert. Mitsubishi, einen der ganz Großen der Branche, in Japan, hat’s auch erwischt.

Angriff aufs Außenministerium

In Österreich haben Hacker ganz offenkundig Zugriff auf das Netz des Außenministeriums. Man weiß, dass sie da sind und kriegt sie nicht wieder raus. APT nennt sich das, Advanced Persistent Threat. Das Ministerium hat das Bundesheer zu Hilfe gerufen – deren IT-Sicherheitsexperten, versteht sich. Und die vermuten, dass Russen dahinterstecken.

Handy-Attacke

Und in den USA rätselt man darüber, wer denn dem reichsten Mann der Welt, Jeff Bezos, dem Amazon-Chef, einen Trojaner auf’s Handy geschickt haben könnte, ob’s vielleicht sogar der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman war.

Eine Woche in der globalen Informationsgesellschaft.

Weiße Hacker

Da fragt man sich natürlich schon, wer sowas denn macht, was für Leute das sind, die hacken. Marten Mickos, der Chef des IT-Sicherheitsunternehmens Hackerone, weiß natürlich auch nicht, wer hinter den Cyberangriffen dieser Woche steckt. Aber die meisten Hacker seien wie Pfadfinder, sagt er und hätten einfach spezielle Fähigkeiten. Die Hacker arbeiten zusammen, lernen zusammen, treffen sich auf Camps, wie Pfadfinder eben. Er spricht natürlich von weißen Hackern, von guten, solchen, die nach Sicherheitslücken suchen, damit sie gestopft werden können, bevor schwarze Hacker draufkommen.

Ist auch Thema im Computer-Magazin, am Sonntag, um 16:35 Uhr auf B5.

Ein uralter fieser Trick

Ursnif heißt ein Banking-Trojaner, der aktuell kursiert. Er kommt wie das meiste digitale Ungeziefer derzeit per Mail. Da hängt er dran, in einem zip-Archiv. Das ist durch ein Passwort gesichert. Deshalb können auch Anti-Viren-Programme da erst einmal nicht reinschauen. Angeblich steckt ein wichtiges Word-Dokument in dem Archiv. Und darin ist der Ursnif. Der Trojaner ist also ein Virus, ein Makro-Virus. Man kann das Passwort-geschützte zip-Archiv öffnen, weil das Passwort in der Mail steht. Aber wer das macht, der hat verloren. Das muss man sich mal vorstellen: Ein Passwort-geschütztes Archiv. Und das Passwort steht in der gleichen Mail. Was für einen Sinn soll das ergeben? – Ein äußerst plumper Trick. Und ich bin nicht verpflichtet, hier zu sagen, wer vor 20 Jahren auf sowas schon mal reingefallen ist.

Weitere Ausgaben von Killer’s Security finden Sie hier.