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Killer’s Security: Googeleien und Monopoly | BR24

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Achim Killer präsentiert auch diese Woche sein Update zur Sicherheit im Cyberspace.

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    Killer’s Security: Googeleien und Monopoly

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Google. Dem Konzern könnte es zum Verhängnis werden, dass man heute im Netz nicht mehr sucht, sondern "googelt". Das deutet auf ein Monopol hin. Und deswegen muss er vors US-Kartellgericht.

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    "Googopol" vor Gericht

    Das US-Justizministerium hat in Washington eine Kartellklage gegen Google eingereicht. Der Konzern missbrauche seine marktbeherrschende Stellung bei der Internet-Suche.

    Interessant ist dabei, wie Google sein faktisches Monopol absichert. Rund zehn Milliarden Dollar soll er jedes Jahr an Apple zahlen, heißt es, damit der Konkurrent auf dem Handy-Markt seine Gadgets mit Google als Standardsuchmaschine ausliefert. Und auch den Browser-Konkurrenten, den Feuerfuchs, füttert er deswegen mit etlichen Millionen.

    Trojaner-Bastard

    In Deutschland will die Bundesregierung dem Verfassungsschutz die Quellen-Telekommunikationsüberwachung erlauben. Die Polizei darf das schon, macht es aber kaum. Jetzt sollen es auch die Verfassungsschutzbehörden dürfen, Telefonate und Chats abgreifen, bevor die für die Übermittlung über Internet verschlüsselt werden – und unter Umständen auch schon abgespeicherte Mitteilungen. Das wäre dann Quellen-TKÜ mit einem bisschen Online-Durchsuchung, Staatstrojaner und Bundestrojaner, ein richtig skandalträchtiger "digitaler Bastard".

    Warnung vor Krypto-Trojanern

    Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, hat seinen aktuellen Bericht zur IT-Sicherheitslage in Deutschland vorgelegt. Die größte Gefahr geht demnach immer noch von Ransomware aus, von Erpresser-Software. Wundert einen nicht. Ein Krypto-Trojaner verschlüsselt Dateien und verlangt für die Entschlüsselung Lösegeld und vorher schaut er oft noch nach, ob er mit diesen Dateien sonst noch Geld machen kann – mit Bildern, die peinlich werden könnten, beispielsweise oder mit irgendwelchen Zugangsdaten.

    Neuer Feuerfuchs

    Browser-Updates gibt’s: den Firefox Nummer 82. Schneller soll er geworden sein. Und ein paar nette Features hat er bekommen – das Übliche halt. Vor allem aber sind Sicherheitslöcher gestopft worden.

    Ältere Versionen können Gauner mit genügend krimineller Energie und Know-how übers Netz zum Absturz bringen und dem Feuerfuchs dann – in dem Chaos, das dabei entsteht – digitales Ungeziefer in den Pelz setzen. Ob Sie schon auf der sicheren, geupdateten Seite sind, erfahren Sie so: Klicken Sie "Hilfe" – "Über Firefox" – dort muss dann 82.0 stehen.

    Chrome-Politur

    Bei Google’s Chrome ist es ähnlich. Da wissen Internet-Kriminelle sogar schon definitiv, wie man die Schwachstellen in alten Versionen ausnutzt: "Hilfe" – "Über Google Chrome": 86.0.4240 und dann 111, da sind die Roststellen erst einmal wieder wegpoliert.

    Update für Corona-App

    Noch was Wichtiges zum Schluss: Die Corona-App hat ein Update bekommen. Länderübergreifend funktioniert sie jetzt, und Krankheits-Symptome kann man eingeben, also andere besser warnen.

    Text, Links und Podcast der Online-Nachrichten finden Sie hier. Noch mehr von Killer's Security gibt es hier.

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