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Killer’s Security: Firefox schließt Cookies weg | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Firefox schließt Cookies weg

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer diesmal über Schnüffel-Cookies. Der neue Firefox versteckt sie vor Internet-Werbern. Apple’s Safari mag sie auch nicht. Wenn jetzt noch Google’s Chrome mitzieht, sind die Surfer sie bald los.

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    • Achim Killer

    Das Ende ist nah – das Ende der Third-Party- - oder besser: Schnüffel-Cookies, die, die das Surf-Verhalten ausspionieren, damit einem überall im Web dieselbe Werbung präsentiert werden kann. Der eine sieht ständig Reklame für Gebissreiniger, der andere Werbung für Kondome. Das liegt an diesen Third-Party-Cookies. Werbekonzerne wie Google und Facebook schreiben sie einem auf die Festplatte. Und wenn man an ner Web-Site von deren Kundschaft vorbeisurft, dann erkennen sie einen daran, wissen, wo man überall war, und protokollieren, wohin man surft. Cross-Site-Tracking, nennt sich das, hat man nicht unbedingt so gern.

    Wohl sortierte Cookie-Schälchen

    Der neue Firefox – Nummer 86 – der sortiert deshalb die Cookies auf der Festplatte. Jede Web-Site bekommt quasi ihr eigenes Cookie-Schälchen, an das sie ran darf - an das sie nur ran darf. Also von einer Site aus schreiben und von der anderen aus lesen, das geht mit dem Firefox 86 nicht mehr. In Apple’s Safari gibt’s auch schon Vorkehrungen gegen Schnüffel-Cookies. Google mit Chrome wiederum ziert sich noch. – Klar, Google erschnüffelt sich schließlich einen Großteil seiner Milliarden-Umsätze, kommt aber auf die Dauer auch nicht drumherum. In ein paar Tagen gibt‘s den Chrome 89. Mit dem testet Google etwas, was der Konzern „Privacy Sandbox“ nennt, übersetzt etwa ein sicherer Rahmen für die Privatsphäre. Muss man aber nicht ernst nehmen, den Namen. Google ist schließlich kein Tierfutterhersteller, bei dem immer drin ist, was draufsteht. - Egal, wenn die Privacy Sandbox in Chrome 89 funktioniert, dann kann Google auch ohne Cookies gezielt werben. Und weil Google sagt, wo’s langgeht im Web, ist man dann man das Zeug bald los.

    Zurück zum Firefox. Am besten erlaubt man dem, selbstständig nach Updates zu suchen. Dann meldet er sich dieser Tage und fragt, ob er auf die Version 86 gehen darf, die mit den Cookie-Schälchen. Die drei Striche rechts oben: Unter „Einstellungen, allgemein“, da kann man das festlegen.

    Der Donnervogel putzt sein Gefieder

    Beim Donnervogel geht’s genauso. Thunderbird, quasi der Bruder vom Feuerfuchs, das Mail-Programm der Mozilla-Stiftung. Da macht die neue Version 78.8 ein paar kleinere Sicherheitslöcher dicht.

    Apple lernt Google

    Und Safari, der Apple-Browser, der lernt gerade WebM. Gibt’s viele Videos in dem Format im Netz. Aber entwickelt hat‘s Google. Und deshalb hat sich Apple lange geziert. Es ist nicht ganz klar, wann der Safari auf welchem Rechner oder Telefon, WebM kann. Aber wenn er sich mal wieder auf den aktuellen Stand gebracht hat, kann es sein, dass man Videos kucken kann, die man vorher nicht hat sehen können.

    Handy-Verbot für Minderjährige (Achtung Satire!!!)

    Noch ein bisschen Satire zum Schluss: Wie gemeldet hat Google ja die Titanic aus seinem App-Shop geworfen wegen anzüglicher Karikaturen. Jetzt ist sie wieder drin, aber erst ab 18 freigegeben. Der Chefredakteur hat dazu erklärt, das sei ok. Youngsters unter 18 sollten aus pädagogischen Gründen eh kein Smartphone benutzen dürfen. Die machen sich wirklich über alles lustig, was Menschen heilig ist, erst über den Papst und jetzt über Smartphones.

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