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Killer’s Security: Fakebook | BR24

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Achim Killer

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Killer’s Security: Fakebook

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer aus Baden-Württemberg. Dort werden Treppenhäuser besonders gründlich gereinigt. Verschwörungsideologen attackieren die Facebook-Seite vom Ministerpräsidenten. Und die AOK muss ein Rekordbußgeld zahlen.

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Facebook steht mal wieder im Mittelpunkt des Netz-Interesses. Weil auf Facebook so viel gehasst wird, hat der Konzern ja Ärger politisch, juristisch, moralisch und – jetzt wird’s ernst - neuerdings auch finanzieller Art. Bekannte Unternehmen wollen nicht mehr werben, Coca Cola beispielsweise und aus Deutschland unter anderem VW und SAP.

Ministerpräsident geht offline

Und in Baden-Württemberg, dem Bundesland, wo Samstags immer geputzt wird, hat letzten Samstag erst einmal die Facebook-Seite vom Ministerpräsidenten sauber gemacht werden müssen. Nach einem Podcast von Winfried Kretschmann zu Corona hätten Verschwörungsideologen im Sekunden-Takt Fake-News und Verbalinjurien gepostet, heißt’s aus der Staatskanzlei. Die Seite ist vom Netz genommen worden und mittlerweile wieder online.

Pflaster für Router

Router – das sind diese wunderbaren Kästchen, auf deren einer Seite das heimische Netz liegt mit PC, Tablet und Smart-Home-Geräten. Und jenseits des Routers, da liegen die unendlichen Weiten des World Wide Web. Da kann man sehr viel konfigurieren, an so einem Router. Es ist schließlich ein richtiger Computer, ein Linux-Rechner meistens. Und alles, was Computer ist, wird angegriffen. Deshalb muss man öfters Sicherheits-Updates aufspielen. Firmware-Patches heißen die bei Routern. Aktuell gibt’s etliche für Netgear-Geräte. Da ist ein größeres Sicherheitsproblem aufgetreten. Wer einen Router dieser Marke hat: In der Knowledgebase von Netgear steht, welche Geräte man auf den aktuellen Sicherheitsstand bringen muss – und kann, weil’s dafür Patches gibt.

Ein Fraunhofer-Institut hat sich übrigens mal die Firmware, also Betriebssystem, Routing-Software, Firewall und was sonst noch alles drinsteckt, von 127 gängigen Home-Routern angeschaut und bei allen Sicherheitsprobleme entdeckt, bei wenigen wenig und bei vielen viel.

Auf der Website des Instituts steht der Bericht. F-K-I-E steht für Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie. Die heißen alle ein bisschen sperrig.

Kartellamt schützt Daten

Und das Bundeskartellamt hat sich SmartTVs angeschaut, also Fernsehgeräte mit Internet-Anschluss, und bemängelt, dass viele gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen. Sie sammeln persönliche Daten, blenden die passende Werbung dazu ein, sagen’s vorher aber nicht. "Wieso kümmert sich darum das Bundeskartellamt?" mag man sich da fragen.

Weil's im Gesetz steht. Seit drei Jahren ist das Kartellamt auch für Verbraucherschutz zuständig, wenn diesbezüglich in einem ganzen Wirtschaftsbereich etwas im Argen liegt. Und jetzt ist eben die Sektoruntersuchung zu Smart-TVs veröffentlicht worden.

Rekordbußgeld

Sollte man übrigens nicht machen, gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoßen. Sowas kann teuer werden. So wie für die AOK Baden-Württemberg. Die hat jahrelang Preisausschreiben veranstaltet, Daten von Teilnehmern gesammelt und ihnen dann Werbung geschickt, auch denen, die das nicht haben wollten. Ein Bußgeld von 1,2 Millionen soll die Krankenkasse jetzt deswegen zahlen.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.