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Achim Killer

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    Killer’s Security: Ekel-Cookies fragen blöd

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Tracking-Cookies. Max Schrems bekämpft sie juristisch. Der Feuerfuchs blockt sie ab. Und Google, Apple und Facebook streiten darüber, wer sie setzen darf und wie man ohne Cookies tracken sollte.

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    • Achim Killer

    Man wächst mit seinen Aufgaben. Mit Facebook hat sich der österreichische Datenschutz-Aktivist Max Schrems schon erfolgreich angelegt, anrüchige Polit-Deals wie das Safe Harbor und das Privacy Shield Abkommen zunichte gemacht. Und jetzt will Schrems die Schnüffel-Cookies von den Festplatten putzen.

    Da erscheint ja immer so ein Pop-Up, bei dem man gefragt – oder meistens belabert wird - so lange, bis man was Falsches klickt und zustimmt, dass einem diese Wanzen auf die Platte gesetzt werden. Schrems sagt, die meisten Websites fragen nicht ordentlich und will sie anschreiben, was das denn soll. Gut 500 Beschwerde-Schreiben hat er fürs Erste mal losgeschickt.

    Cookie-Armageddon

    Cookies – darum tobt derzeit die Schlacht von Armageddon im Web. Schnüffeln mit oder ohne Cookies? Apple gegen Facebook und Google gegen den Rest des Cyberspace. Und am Rand des Schlachtfelds sitzt der Feuerfuchs und schaut zu.

    Der gute, treue Feuerfuchs hat nämlich ein Auge auf die Schnüffler und verhindert schon bei Standardeinstellungen, dass sie Cookies setzen können, die nach Tracking riechen, auch wenn man sich mal wieder von einem Cookie-Banner hat veräppeln lassen. Und wem das nicht genügt: die drei Striche rechts oben – "Einstellungen" – "Datenschutz" – da kann man den Feuerfuchs so scharf machen, dass er auf Cookies reagiert wie ein angefixter Drogenhund auf weißes Pulver.

    Mozilla frisiert den Firefox

    Apropos: Eine neue Version gibt’s, Version 89. Die hat ein neues Design bekommen. Proton nennt sich das. "Frischer" und "aufgeräumter" sehe der Feuerfuchs jetzt aus. Das schreibt Heise. Ja, was man halt so schreibt bei einem neuen Design. Man sollte ihm aber unbedingt das Update gönnen. Denn: Das dichtet auch wieder ein paar Sicherheitslücken ab.

    Handy-Grippe

    Der FluBot grassiert in Deutschland, ein Banking-Trojaner, der es auf Android-Handys abgesehen hat. Man bekommt eine Nachricht: Schnell gehen müsse es mal wieder. Ein Päckchen sei unterwegs. Und man solle doch gleich mal die DHL-App installieren. Ein Link ist dabei, der aber nicht zu Google’s App-Shop Play führt, sondern zu einer dubiosen anderen Site. Und die App, die da rumsteht ist infiziert – mit dem FluBot. Der greift dann Banking-Daten ab, kopiert das Adressbuch. Und an die Leute, die da drinstehen, schickt er dann ebenfalls eine Paket-Benachrichtigung.

    Sollte man meiden, alternative App-Shops. Und wenn man sich diese Sicherheitsregel nicht merken kann, dann kann man es unter Android einstellen, dass nur aus Play installiert werden soll. Große Unternehmen wie DHL stellen ihre Original-Apps da rein. Und wenn so eine woanders steht, dann ist damit etwas faul.

    Trojanische Pferde im Schlachthaus

    Eine große Attacke mit Kryptotrojanern hat es mal wieder gegeben, Ransomware, Erpresser-Software. Diesmal hat es JBS getroffen, den größten Fleischkonzern der Welt – dieser hat in den USA einen Marktanteil von 20 Prozent. Vor vier Wochen das Benzin beim Angriff auf die Pipeline, jetzt die Steaks. Die US-Regierung vermutet: Die Russen waren’s. S’Übliche halt.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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