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Killer’s Security: Die App! | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: Die App!

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer – natürlich – über die Corona-Warn-App. Sie funktioniert auch auf relativ alten Handys. Geht doch! Auch wenn es die Hersteller gerne haben, wenn man sein altes Smartphone wegwirft und ein neues kauft.

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    Die Corona-Warn-App - das Netzthema diese Woche - funktioniert auf iPhones unter iOS 13.5 und auf Geräten unter Android ab 6.0. Millionenfach ist sie diese Woche installiert worden. Und man wundert sich schon, wie problemlos das geht – gerade unter Android.

    Android 6.0 ist 5 Jahre alt. Updates kriegt man für entsprechend alte Gadgets kaum noch. Und die Corona-Warn-App benötigt eine ganz neue Betriebssystem-Funktion, eine API, eine Programmierschnittstelle, für die App, damit diese Datenschutz-konform arbeiten kann.

    Google hat deshalb die Schnittstelle für die Corona-Warn-App auch nicht ins eigentliche Betriebssystem eingebaut, sondern in Google Play. Das ist der Teil von Android, der dem Konzern ganz alleine gehört, und den Geräte-Hersteller nicht verändern können, also nicht zu Marketing-Zwecken drin rumpfuschen. Bei Android-Geräten ohne Google Play funktioniert die Corona-Warn-App denn auch nicht, bei einigen Geräten von Huawei beispielsweise.

    Hardware-Voraussetzungen für die Corona-Warn-App

    Bluetooth LE muss das Handy noch beherrschen: LE – low Energy – das ist meistens Teil von Bluetooth ab der Version 4. Ein Großteil der Handys hat’s. Wenn nicht: Mit Apps wie CPU-Z kann man sich anzeigen lassen, was so alles an Technik in einem Handy steckt. Ist interessant, aber manchmal auch frustrierend, wenn man dann bloß herausbekommt, warum etwas nicht funktioniert. Aber die Corona-Warn-App funktioniert ja meistens.

    Alte VLC-Player sind löchrig

    Im VLC-Player zum Video-Kucken und Musik-Hören klafft eine gefährliche Sicherheitslücke. In der aktuellen Version 3.0.11 ist sie abgedichtet. In älteren Playern kann es zu einem Buffer-overflow kommen, einem Puffer-Überlauf. Dann dreht das Stück Software durch, schreibt Daten, die nicht mehr in den Puffer passen, irgendwohin in den Arbeitsspeicher. Und Gauner mit sehr hoher krimineller Intelligenz sind dann in der Lage, die überschüssigen Daten so auszuwählen, dass sie wie ein Schädling wirken.

    Penetranter Beifang

    Übrigens: www.videolan.org ist die Adresse für den Download vom VLC-Player. Es gibt auch andere. Aber da ist manchmal Crapware dabei, penetrante Werbe-Software. Die muss man dann von der Platte putzen. Ist ekelig sowas. www.videolan.org ist die richtige Adresse und 3.0.11 die Versionsnummer vom reparierten VLC-Player.

    Intel outside

    One more thing: Noch was zu den Gerüchten, die durch den Cyberspace wabern, und zwar – wie zufällig – immer vor Apple-Veranstaltungen, wie groß das Display wird, welche Anschlüsse ein neues Gadget bekommt und ob die Ecken dieses Mal abgerundet sind.

    Am Montag beginnt die Entwicklerkonferenz des Konzerns. Und diesmal kursiert ein Gerücht, das wirklich brisant ist – wirtschaftlich. Apple – so heißt’s – wolle bei seinen Mac-Rechnern von Intel- auf ARM-Prozessoren wechseln. Das ist sowas wie der Einkaufsmanager-Index der Computerei: Alle zehn, zwanzig Jahre wechselt Apple - erst auf Motorola, dann von Motorola auf Power und dann von Power auf Intel. Motorola und Power waren sehr wichtige Prozessor-Architekturen, kennt aber heute kaum noch jemand, weil sie mittlerweile nicht mehr wichtig sind.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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