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Der Präsident redet vom Krieg / Sicherheitswarnungen des BSI / Trojaner als Beifang

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    Killer’s Security: Der Präsident spricht vom Cyberwar

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer vom drohenden Cyberwar. Der US-Präsident will russische und chinesische Hacker-Angriffe nicht länger hinnehmen. Und: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor aktuellen Risiken.

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    Von
    • Achim Killer

    Der Präsident redet vom Krieg. Joe Biden hält einen solchen für möglich, einen "echten Krieg" – wie er sich ausdrückt - nach einem Cyberangriff einer anderen Großmacht. Gemeint sind China und Russland. China wird für den großangelegten Angriff auf Microsoft-Mail-Server vom März verantwortlich gemacht. Und hinter der Hacker-Gruppe REvil vermuten viele den russischen Staat. REvil hat ja diesen Monat das Fernwartungsprogramm des US-Unternehmens Kaseya mit Ransomware, also Erpresser-Software, versifft. Sie haben sich gehäuft in jüngster Zeit: die großen Cyberattacken. Und jetzt die Reaktion des US-Präsidenten.

    Das ist der ständig drohende GAU im Cyberspace, wenn Hacker auf Militär- und vor allem auf Nuklearmächte stoßen. Die bedrohlichste derartige Situation war im Juni 2010, als der Computerwurm Stuxnet die iranische Urananreicherungsanlage in Natanz lahmgelegt hat. Ist damals gut ausgegangen: Tausend zerdepperte Hochgeschwindigkeitszentrifugen zur Isotopentrennung für die Atombombenproduktion. Geschossen worden ist aber nicht. Muss nicht immer so glimpflich ausgehen.

    Sicherheitswarnungen des BSI

    Genug von der labilen Weltpolitik. Weiter zur prekären Sicherheitslage unterm Schreibtisch, wo der PC steht, und in der Hosentasche, wo's Handy steckt: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät iPhone-Usern dringend, ein Notfall-Update zu installieren und auf die Betriebssystemversion 14.7.1. zu gehen. Ältere sind löchrig. Und Gauner kennen die Löcher bereits und schieben digitales Ungeziefer durch. iOS und iPadOS 14.7.1 – dann ist erst mal alles wieder gut.

    Und den VLC-Player – zum Video-Kucken - den sollte man aktualisieren, sagt das BSI. Da hat's in letzter Zeit einige kleinere Bugs gegeben – einen nach dem anderen. Version 3.0.16! Dann passt es erst einmal.

    Trojaner als Beifang

    Wobei: Wenn man so ein Programm wie den kostenlosen VLC-Player auf dem Rechner hat, dann ist das Schlimmste eigentlich schon überstanden, weil: Gefährlich ist vor allem das Runterladen von Freeware. Da muss man oft Dreck weg-ix-sen, was das Zeug hält, Pop-ups, mit denen einem meist Werbetrojaner untergeschoben werden sollen. Also man meint, man installiert ein klasse Stück Software und kriegt stattdessen einen Trojaner von zwielichtigen Gestalten, die eine Anzeige auf der Download-Seite geschaltet haben. Muss man hochkonzentriert wegklicken, den Mist. Ein Werbeblocker kann auch ganz hilfreich sein.

    Ja, und beim VLC-Player – der ist so beliebt, dass jemand sogar eine ganze Site mit einer trojanisierten Version davon ins Netz gestellt hat – da muss man auch auf die Download-Adresse achten: https://www.videolan.org/vlc/index.de.html. Die ist sauber. Anderswo lauert digitales Ungeziefer.

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