BR24 Logo
BR24 Logo
Netzwelt

Killer’s Security: Cybercrime und Werbe-Tracker | BR24

© BR

Über digitale Erpressung berichtet Achim Killer in den Online-Nachrichten. Ransomware hat die Banking-Trojaner als Lieblings-Software der Internet-Kriminellen abgelöst. Das geht aus dem aktuellen Bericht des BKA hervor.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Killer’s Security: Cybercrime und Werbe-Tracker

Über digitale Erpressung berichtet Achim Killer in den Online-Nachrichten. Ransomware hat die Banking-Trojaner als Lieblings-Software der Internet-Kriminellen abgelöst. Das geht aus dem aktuellen Bericht des BKA hervor.

Per Mail sharen
Teilen

Facebook startet ein Bezahlsystem Namens Pay - für alle Apps des Konzerns. Und im nächsten Jahr soll dann ja noch die Digialwährung Libra folgen. Ja, da macht ein Internet-Konzern auf Großbank, aber so richtig.

Bundeslagebild Cybercrime

Zwei interessante neue pdfs stehen im Netz: zum einen das Bundeslagebild Cybercrime, der aktuelle Bericht des Bundeskriminalamts über Nepper, Schlepper und Bauernfänger im Cyberspace. An die 90.000 Fälle von Internet-Kriminalität sind der hiesigen Polizei im letzten Jahr bekannt geworden, ungefähr so viel wie im Vorjahr, was aber nix sagt, weil der Polizei auf dem Gebiet eben relativ wenig bekannt wird. Die Dunkelziffer ist hoch. Trotzdem eine bezeichnende Zahl aus dem Bundeslagebild: Das Phishing von Bankdaten, also der Online-Bankraub, hat sich fast halbiert von 2017 auf 2018. Dürfte wahrscheinlich daran, dass es so aufwändig ist für die Digitalbankräuber. Gauner verschicken statt dessen lieber Verschlüsselungstrojaner. Das bringt ihnen sehr einfach Geld – Bitcoins. Und da verzeichnet das BKA einen Trend hin zu Trojaner-Angriffen auf Unternehmen. 4,5 Millionen Euro will beispielsweise aktuell ein Erpresser vom mexikanischen Ölkonzern Pemex. Gehört allerdings nicht zum Zuständigkeitsbereich des BKA.

Datenschützer kritisieren Windows 10

Und im zweiten pdf geht’s um Datenschutz bei Windows 10. Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder haben’s verfasst. Die eiern da ziemlich rum. Zuerst mahnen sie ganz allgemein, dass die Verantwortlichen beispielsweise in Unternehmen sicherstellen müssten, dass alle datenschutzrechtlichen Bestimmungen auch wirklich eingehalten werden. Und dann führen sie haarklein aus, dass das gar nicht geht, weil Windows 10 jede Menge Nutzerdaten absaugt. Das weiß man, aber nicht welche, weil sie verschlüsselt übertragen werden. Und wenn’s einem - mit welchen Tricks auch immer - mal gelingen sollte, Windows 10 das Schnüffeln abzugewöhnen, dann kommt garantiert ein Update mit einem neuen Feature, das neue Daten abgreift.

Werbeblocker

Einen neuen Browser gibt’s. Brave heißt er. Der sperrt Werbung aus. Oder wenn man will, dann lässt er sie auch durch. Dann bekommt man für’s Anschauen digitale Gutscheine, die man spenden kann - an Seiten, die man so ansurft.

Werbeblocker-Blocker

Google’s Chrome wiederum sperrt statt Werbung lieber Werbeblocker aus, ein bisschen jedenfalls. So ein Werbe-, ein Adblocker, der muss mit einem Browser verbunden werden. Das geschieht über eine Programmierschnittstelle, eine API. Und mit der API von der Chrome-Version, die Google aktuell testet, da schwächeln Werbeblocker ziemlich rum. Nächstes Jahr wird wohl Chrome Nummer 80 mit Werbeblocker-Blocker herauskommen.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.