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Killer’s Security: BSI schaltet auf Alarmstufe rot | BR24

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Achim Killer

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    Killer’s Security: BSI schaltet auf Alarmstufe rot

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Sicherheits-Lücken: Das BSI warnt Firmen vor unsicheren Mail-Servern. Windows-User müssen patchen. Und das größte Sicherheitsproblem beim Bitcoin-Zocken sitzt vorm PC und träumt vom großen Geld.

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    Von
    • Christian Schiffer

    Rot, höchste Gefahr – so schätzt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die aktuelle Bedrohungslage in vielen Rechenzentren ein. In Exchange, dem Microsoft-Mail-Server, da sind Sicherheitslöcher entdeckt worden. Und wahrscheinlich sind da auch chinesische Cyber-Krieger drauf gekommen und haben digitales Ungeziefer durchgeschoben. Etliche 10.000 Firmen- und Behörden-Netze in Deutschland sind betroffen. Private Computer-Nutzer eher nicht. Unsereins betreibt ja keinen Mail-Server, sondern nutzt den von der Telekom, Google oder gmx.

    Für die Profis hat Microsoft am Patchday diese Woche Reparatur-Flicken für den Exchange-Server ins Netz gestellt. Und der Patchday ist ebenfalls für Private wichtig. Microsoft hat auch Löcher – oder besser: digitale Scheunentore – im den Browsern Internet Explorer und Edge und in Windows geschlossen. Ja, und da waren sie wohl etwas im Stress die Flickschuster in Redmond. Jedenfalls kann’s nach dem Patchday zu Problemen beim Drucken kommen. Man sollte trotzdem nicht die Flicken de-installieren – wär zu riskant – sondern stattdessen beim Drucken ein bisschen tricksen. Work around nennt man solche Kniffe, mit denen man sich um aktuellen Software-Pfusch herummogeln kann. Hier beschreiben Nutzer, wie sie die Windows-Probleme dieser Woche umgehen.

    Gauner nutzen Krypto-Boom

    Wenn man sich als Durchschnittsverdiener sein Jahreseinkommen in Krypto-Geld auszahlen lassen würde, dann bekäme man derzeit vielleicht einen Bitcoin. Der ist gewaltig gestiegen, der Kurs. Da ist viel Geld drin in dem Geschäft. Kompliziert ist es auch, wie Kryptogeld mit der Rechenleistung von Supercomputern geschöpft wird und so in der Blockchain verwurstelt und die dann so auf PCs und Handys verteilt, dass nichts gefälscht werden kann. Und kompliziert und viel Geld, das zieht Gauner an. Davor warnt aktuell die Polizei. Die Gauner rufen beispielsweise an, bieten an, einem bei der Einrichtung eines Kontos behilflich zu sein, Fernzugriff auf den PC würden sie dazu halt benötigen. Ja - wer ihnen den gibt, der wird sehr schnell erfahren, dass man Geld nicht nur gewinnen, sondern auch verlieren kann. Auf https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/vorsicht-vor-online-anlagebetrug/ sind die gängigsten Tricks der Gauner rund ums Krypto-Geld beschrieben.

    Kamera-Hack

    In den USA sind 150.000 Überwachungskameras gehackt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Kameras waren unter anderem in Schulen, Krankenhäusern und Gefängnissen installiert. Das hat man natürlich nicht so gern, dass wenn man krank ist oder eingesperrt, dass dann jemand ein Video von einem aufzeichnet. Die Hacker hätten das Standard-Passwort der Kameras im Web gefunden – vielleicht in der Gebrauchsanleitung. Das ist das Erste, was man machen muss, wenn man ein Gadget mit Internet-Anschluss gekauft hat, das Passwort andern. Und wenn’s nicht geht, dann sollte man das schlechte Stück zurückgeben.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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