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Killer's Security

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    Killer's Security: Browser verweigert Cookie-Dialog

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Browser, die Cookie-Banner wegklicken, und Tunnel unterm Internet. Das Bundeskriminalamt räumt weg, was von Emotet übriggeblieben ist. Und die Datev warnt vor gefälschten Stellenanzeigen.

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    Von
    • Achim Killer

    Emotet ist Geschichte

    So – letzten Sonntag haben sie ihn endgültig von der Platte geputzt, den Emotet, das übelste Stück digitale Ungeziefer der jüngeren IT-Geschichte. Vor kurzem noch hat er Unternehmen und Behörden lahmgelegt, indem er deren Rechner verschlüsselt hat. Im Januar dieses Jahres dann hat Europol die Cyberkriminellenbande ausgehoben, die hinter Emotet gesteckt hat, ihre Steuerungscomputer beschlagnahmt und die Schadsoftware auf den Rechnern deaktiviert. Und jetzt hat das deutsche Bundeskriminalamt dort noch die Reste vom Emotet entfernt. Es ist rechtlich umstritten, ob das BKA sowas eigentlich darf. Aber jetzt ist er weg, der Emotet. Das FBI hat derweil über 4 Millionen Mailadressen aus aller Welt an die Website „Have I Been Pwned“ übergeben. Da kann man nachschauen, ob ein Mail-Account gehackt worden ist. Das hat Emotet gemacht, um sich weiterverbreiten zu können.

    Tunnel unter Netzblockaden

    Der Feuerfuchs gräbt Tunnel, also die Mozilla-Stiftung, die den Firefox entwickelt, die bietet jetzt auch einen VPN-Dienst an, ein virtuelles privates Netz, das man sich vorstellen kann wie einen Tunnel unter dem gefährlichen Internet durch. Oppositionelle untergraben mit VPNs die chinesische große Zensur-Firewall. Anderswo werden sie eher genutzt, um Geo-Blocking zu umgehen, wenn man sich österreichische Filme in Deutschland anschaut, obwohl die eigentlich gar nicht hierher gestreamt werden dürften. Mozillas VPN kostet – zwischen 5 und 10 Euro im Monat. Das ist relativ viel. Es gibt billigere. Und wenn man ein kommerzielles Anti-Viren-Programm benutzt, dann ist da ist da oft ein VPN dabei - ohne Zusatzkosten. Also es gibt solche und solche, aber eines haben sollte man.

    Gefälschte Stellenanzeigen

    Und die Datev, der Nürnberger Dienstleister für Steuerberater, die warnt vor ihren Stellenanzeigen im Netz – gefälschten natürlich. Gauner würden einen zu einem vermeintlichen Bewerbungsgespräch auf Whatapp einladen und dann aushorchen. Ein Bankkonto solle man einrichten und den Gaunern Zugriff darauf geben. Wahrscheinlich wollen sie einen zum Muli machen, zum Money Mule, das Geld aus Online-Banking-Raubzügen wäscht. Derzeit kann man die gefälschten Datev-Anzeigen einfach erkennen. Da ist einer Datev AG die Rede, einer Aktiengesellschaft. Ist aber keine AG, sondern eine eG, eine eingetragene Genossenschaft.

    Browser zerbröselt Cookie-Banner

    Version 3.8, da wird Vivaldi zum Cookie Crumbler, zum Kekse-Zerkrümler, also der Browser in der neusten Version für Windows und Android, der klickt Cookie-Banner automatisch weg, wenn man’s ihm sagt, die Dialog-Boxen auf Web-Sites, die einen immer fragen, welche Cookies man denn akzeptieren würde und warum nicht alle. In Vivaldi 3.8 kann man in den Datenschutz-Einstellungen eine Funktion aktivieren, die das Gequengel zu unterdrücken versucht. Klappt nicht immer: Manchmal kann man dann nix mehr lesen, dann muss man in den Einstellungen eine Ausnahme zulassen. Ist alles noch nicht so ausgereift. Aber lohnt sich bestimmt, diesen Cookie Crumbler mal auszuprobieren.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.