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Killer’s Security: Browser-News | BR24

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Achim Killer

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Killer’s Security: Browser-News

Über Browser berichtet Achim Killer diesmal in den Online-Nachrichten. Chrome markiert bald schnelle Seiten. Der Internet-Explorer ist Geschichte. Und alle Browser sollen künftig sicherer verschlüsseln – ein klein bisschen zumindest.

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Neue Browser kommen. Googles Chrome Nummer 85 beispielsweise. Ist derzeit unter Android im Beta-Test. Und da zeigt sich wieder, worauf es Google ankommt, nämlich dass es schnell vorangeht - im mobilen Internet, beim Surfen mit dem Handy. Ob eine Seite schnell lädt – „Fast Page“ – das bekommt man künftig vorab angezeigt, wenn man einen Link anklickt – mit dem kommenden Chrome 85 für Android. So eine Seite ist nicht zugemüllt mit Scripts, Trackern und all so einem Zeug, mit dem vor allem die Werbebranche das Internet ausbremst.

Google ist der größte Werbe-Konzern, dem eben deshalb daran liegt, dass das Geschäft erhalten bleibt. Und deshalb geht er gegen Auswüchse der Marktschreierei vor. Schon seit Längerem etwa schiebt er schlanke Seiten in der Suchanzeige etwas nach vorne. Also die Werbung soll ein bisschen weniger nervig werden.

Sicherheitszertifikate künftig weniger lange haltbar

Browser akzeptieren nur noch neue Schlüsselzertifikate und machen das Surfen ein bisschen sicherer. Ist ja heute meistens verschlüsselt – sieht man am Schlosssymbol in der Adresszeile. Und damit der Browser weiß, dass er den richtigen Schlüssel zum Verschlüsseln hat, legen ihm Websites digitale Zertifikate vor. Wobei diese Zertifikate manchmal äußerst dubios sind, geklaut, gefälscht und korrumpiert. Also ein Browser kann sich eigentlich nicht drauf verlassen, auf keinen Fall kann er sich lange drauf verlassen.

Und deshalb werden Chrome, Firefox und Apples Safari ab nächsten Monat keine Zertifikate von Websites mehr akzeptieren, die älter als 13 Monate sind. Derzeit liegt die Haltbarkeitsfrist noch bei zwei Jahren. Wie gesagt ein bisschen sicherer soll das verschlüsselte Surfen werden

Microsoft mustert Internet-Explorer aus

Derweil hat Microsoft den Internet-Explorer ausgemustert. Noch ein Jahr lang soll er problemlos mit der Office-Software des Konzerns zusammenarbeiten können. Dann ist Schluss. Das muss man sich mal vorstellen: Da ist man sich früher wie ein Kriegsberichterstatter vorgekommen, wenn man über die zwei großen Browser-Kriege berichtet hat, mit denen Microsoft ab 1995 den Cyberspace überzogen hat. Milliarden an Bußgeldern hat der Konzern deswegen bezahlt, die Konkurrenz in den Ruin getrieben und zeitweise eine Monopol-Stellung gehabt. Und jetzt das! Microsoft Edge sollen die Surfer künftig nehmen. Der baut auf der Code-Basis von Chrome auf – vom Konkurrenten Google.

Der schnüffelnde Bastard

Und auch die Netzpolitik hat diese Woche wieder zur Nachrichtenlage beigetragen: Man kennt den Bundestrojaner, der – wenn er nicht gerade wieder vom Verfassungsgericht eingefangen worden ist – die PCs von Verdächtigen und Extremisten durchsuchen soll. Und den Staatstrojaner, der die verschlüsselte Internet-Kommunikation abhören soll. Justiz- und Innenministerium wollen diese beiden Trojaner jetzt bastardieren. Herauskommen soll ein Staatstrojaner, der auch ein bisschen online durchsuchen kann, also Chats abhören und Chatarchive auslesen. Das schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Video-Telegramm

Und mit dem Messenger Telegram kann man jetzt auch Video-Telefonate führen. Telegram ist sehr beliebt bei Kriminellen - und bei ehrenhaften Leuten, die auf ihre Privatsphäre achten, ebenfalls.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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