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Achim Killer

Die Politik hat sich diese Woche wieder mit der Informationsgesellschaft befasst. Der Bundespräsident, Walter Steinmeier, er fordert schnelles Internet auch in ländlichen Regionen. Das gehöre zur Grundversorgung wie Wasser und Strom, hat er auf der Grünen Woche in Berlin gesagt.

Fake-Bremse

Bei WhatsApp wird man künftig Nachrichten nur noch an fünf Leute weiterleiten können, schreibt das Unternehmen, damit sich Fake-News nicht mehr so rasch verbreiten. Deswegen, wegen der Verbreitung von Fake-News, ist WhatsApp ja vielerorts politisch in die Kritik geraten.

Rekord-Knöllchen

Und Google muss in Frankreich 50 Millionen Euro Strafe zahlen, weil der Konzern gegen die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung verstößt. Er greift massenhaft persönliche Daten ab, sagt aber kaum, wozu und wie lange er speichert. Das steht im Rekord-Bußgeldbescheid.

Google fährt Werbeblocker runter

Bleiben wir bei Google – Monopolist bei der Internet-Suche, Marktführer bei Smartphone-Betriebsystemen, und auch bei Browsern dominiert Google mittlerweile den Weltmarkt – mit seinem Browser Chrome. So mächtig kann ein Unternehmen werden, das sich von den Werbe-Milliarden finanziert, die die Wirtschaft so abdrückt. Deshalb waren auch viele erstaunt, als Google angekündigt hat, einen eigenen Werbeblocker in Chrome zu installieren. Seit gut einem Jahr gibt’s den. Der ist aber nicht sonderlich scharf und lässt Werbung durch, die bei Google geschaltet worden ist. Allerdings jetzt verändert Google die Schnittstellen für Browser-Plug-ins. Und es kann durchaus sein, dass deshalb künftig so richtig scharfe Werbe-Blocker nicht mehr mit Chrome funktionieren werden. Das ist insoweit problematisch, als dass Chrome nicht nur der am weitesten verbreitete Browser ist, sondern dass andere Browser teilweise denselben Programm-Code verwenden – Microsoft’s Edge beispielsweise. Es kann also gut sein, dass quasi Werbeblocker künftig abgeblockt werden. Alternativen sind: Apple’s Safari und der Firefox.Trojaner für Android

Eine Meldung, die zeigt, wie hinterhältig digitales Ungeziefer doch sein kann: Das IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro hat einen Banking Trojaner für Android entdeckt – Anubis heißt er – der liest die Daten aus, die der Bewegungssensor eines Smartphones aufzeichnet. Da fragt man sich doch: Wieso interessiert sich ein Banking-Trojaner für Bewegungsdaten? Das ist so: Wenn welche da sind, dann geht der Trojaner in Ruhe seinem kriminellen Geschäft nach. Wenn er aber keine findet, dann kann es sein, dass es gar kein Smartphone ist, das er infiziert hat, sondern das Testsystem von einem Anti-Viren-Unternehmen. Das besteht nur aus Software. Da bewegt sich nix. Damit kann man nicht telefonieren, sondern nur digitale Schädlinge fangen. Und deshalb taucht der Trojaner in dem Fall ab und verhält sich ruhig.

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Text, Links und Podcast der Online-Nachrichten finden Sie auf www.b5aktuell.de/online-nachrichten.

Autoren

Christian Schiffer

Sendung

B5 Online-Nachrichten vom 26.01.2019 - 07:05 Uhr