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Killer’s Security: Betriebssystem-Update | BR24

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Max Schrems mischt Facebook auf / Apple spart Steuermilliarden / Betrüger hacken Twitter / Betriebssystem-News /

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Killer’s Security: Betriebssystem-Update

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über Betriebssysteme. Microsoft patcht Windows. Apple erneuert MacOS und iOS. Und Volkswagen will Systemsoftware für Autos entwickeln, tauscht aber vorher erst einmal das Management aus.

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Max in Luxemburg, der österreichische Datenschützer Max Schrems beim Europäischen Gerichtshof, da bebt jedes Mal der Cyberspace. Vor fünf Jahren hat Schrems dort mit einer Klage gegen Facebook das europäisch-amerikanische Datentransferabkommen Safe Harbor zu Fall gebracht und diese Woche die Nachfolge-Regelung Privacy Shield. Das Thema diese Woche!

Und in einem anderen Fall hat der EuGH am Mittwoch entschieden, dass Apple erst einmal keine 13 Milliarden Euro nachzahlen muss, obwohl das irische Finanzamt bloß eine Dumping-Steuer von der europäischen Niederlassung des Konzerns verlangt.

Betrüger hacken Facebook

Urteile, die Mark Zuckerberg und Tim Cook sicherlich interessiert haben. Und die übrige IT-Prominenz? Die zwitschert derzeit ganz eigenartig. Die Twitter-Accounts unter anderem von Bill Gates, Elon Musk und Jeff Bezos verbreiten ganz komische Offerten: Man solle 1000 Dollar in Bitcoins auf ein bestimmtes Konto überweisen und würde dann 2000 zurückbekommen. Ein Betrugsversuch, klar! Jemand hat sich an Konten bekannter Leute zu schaffen gemacht. Ein Sicherheitsproblem bei Twitter, ob ein digitales oder ein menschliches ist noch nicht raus.

Betriebssystem-Updates

Apple hat seine System-Software rundumerneuert: Für Desktop-Rechner und Laptops gibt’s Mac-OS 10.15.6 und für iPhones iOS 13.6. Damit kann man dann sein Smartphone als Autoschlüssel benutzen, wenn man einen neuen BMW hat beispielsweise.

Microsoft patcht

Und bei Microsoft war Patchday am Dienstag. Mehrere Dutzend Sicherheitslöcher hat der Konzern wieder in Windows abgedichtet. Standardmäßig holt sich das System Software-Flicken ja selbständig, wenn man’s lässt. Und man sollte es lassen - angesichts des gewaltigen Flickwerks jeden Monat, obwohl sowas einem altmodischen PC-Nutzer ja widerstrebt. Aber die Zeiten ändern sich halt. Sieht man an Windows. Die Lieblingskomponente des konservativen Users, die Systemsteuerung, die höhlt Microsoft quasi aus und verschiebt ihre Funktionen in eine von diesen modernen Windows-10-Apps. „Einstellungen“ heißt die – wie beim Handy.

Betriebssystem für Autos

Ein Betriebssystem, das noch in der Mache ist: VW-OS, die System-Software von Volkswagen, erst für das Elektro-Auto ID.3, später auch für Benziner. Etliche Prozessoren stecken in modernen Autos und jede Menge Software. Daraus sollen ein, zwei starke Computer werden, und auf denen soll das Auto-Betriebssystem laufen. Im Prinzip eine gute Idee findet Prof. Uwe Baumgarten vom Lehrstuhl für Betriebssysteme der TU München. Die Vorteile sind seiner Ansicht nach ganz klar, wenn man mehr Aufgaben auf zentralen Rechnern zusammenfassen kann, so dass die Software ein bisschen einfacher und überschaubarer wird. Aber schwierig ist es halt schon, Auto-Radio, Fensterheber, Bremsen und Motor unter ein einheitliches Betriebssystem zu bringen. Für VW hängt viel davon ab. Diese Woche ist erst einmal der Chef der Anfang des Monats gegründeten VW-Software-Tochter ausgetauscht worden.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.