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Killer’s Security: Back-up! | BR24

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Achim Killer

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Killer’s Security: Back-up!

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer – wieder mal – über Krypto-Trojaner. Das Bundeskriminalamt hält sie für die aktuell gefährlichste Bedrohung. Drei Sicherheitsvorkehrungen gibt’s dagegen: Back-up, Back-up und Back-up!

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Zwei Apps haben diese Woche wieder Schlagzeilen gemacht: Die wichtigere, die Corona-App, wird demnächst auch außerhalb von Deutschland funktionieren, in insgesamt 11 EU-Staaten. In deren Corona-Datenbanken kann man dann nachschauen, ob man jemandem zu nahe gekommen ist, der infiziert war. Ein Update für die App braucht man dafür. Und zustimmen muss man, dass auch Leute außerhalb der deutschen Grenzen gegebenenfalls gewarnt werden, wenn man sich infiziert. In zwei Wochen soll das alles funktionieren.

Informations-Freiheit!

Die andere schlagzeilenträchtige App ist Tik Tok. Wenn’s nach Donald Trump ginge, könnten US-Amerikaner die seit dieser Woche nicht mehr herunterladen. Ein Bundesrichter hat’s anders gesehen und das Verbot ausgesetzt, weil man einen Informationsdienst nicht so einfach blockieren dürfe. Die Informationsfreiheit ist ein hohes Gut in Zeiten wie diesen. Das hat am Sonntag auch der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wieder mal erfahren dürfen.

Was ist die größte Cybercrime-Gefahr?

Zur aktuellen Sicherheitslage im Cyberspace: Gut 100.000 Fälle von Internet-Kriminalität sind in Deutschland im letzten Jahr bekannt geworden, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Bundeslagebild Cybercrime 2019 des Bundeskriminalamts hervor. Die größte Bedrohung sei nach wie vor Ransomware, Erpresser-Software. Das sieht man auch in Unternehmen und Behörden so, sagt Jelle Wieringa von der IT-Sicherheitsfirma KnowBe4. 300 deutsche Organisationen hat er befragt. Und fast zwei Drittel hätten Ransomware als größte Gefahr bezeichnet.

Ransomware

Ja, ist eklig, das Zeug. Auf infizierten Rechnern verschlüsselt Ransomware Dateien und verlangt für die Entschlüsselung Lösegeld, einen halben Bitcoin meistens. Das ist ein Haufen richtiges Geld. Es wird einiges unternommen gegen die grassierende digitale Pest. Es gibt beispielsweise die Web-Site nomoreransom.org, auf Deutsch etwa: „Nie mehr Lösegeld zahlen“. Da stehen Entschlüsselungswerkzeuge. Die gibt’s für – oder gegen – Krypto-Trojaner, die schlampig programmiert sind. Lösegeldforderungen in Höhe von weit über einer halben Milliarde Dollar seien dadurch ins Leere gelaufen. Gegen die richtig guten Trojaner aber gibt’s keine Tools.

Back-ups ziehen

Gegen die muss man vorsorgen. Und das heißt: Regelmäßig Back-ups ziehen. Das geht so - da braucht man keine Software für. Es ist aber auch ganz sinnig, Sicherungskopien des ganzen Systems zu ziehen, also vom Betriebssystem mit allen installierten Programmen und Einstellungen. Dafür ist Clonezilla das Standard-Programm: https://clonezilla.org. Ist echt klasse! Da kriegt man das ganze System in einem kleinen, komprimierten Ordner, ordentlich mit Datum versehen. Und dann ist man gewappnet. Dann kann kommen, was will: Systemabsturz, Stromausfall oder digitales Ungeziefer.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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