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Killer's Security: Aus für Flash-Player | BR24

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Achim Killer

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    Killer's Security: Aus für Flash-Player

    Über den Tod spricht Achim Killer diesmal in den Online-Nachrichten. Das "End of Life" des Flash-Players freut IT-Sicherheitsfachleute. Und statt in Doom Monster zu töten, hat ein Nerd den Spiele-Klassiker auf einen Schwangerschaftstest portiert.

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    Es gibt Neuigkeiten zu unseren Katastrophen-Apps hierzulande: NINA, die Notfall-Informations- und Nachrichten App des Bundes, hat nicht so recht funktioniert beim Probealarm am Donnerstag. Manchmal hat NINA da ein bisschen spät gewarnt oder gar nicht. Jetzt wird nachgebessert.

    Bei der Corona-Warn-App ist bereits nachgebessert worden. Die sammelt ja anonymisierte Kontaktdaten. Und wenn unter den Kontaktierten jemand ist, der sich infiziert hat, dann warnt sie. Dazu müssen Kontaktierte und Infizierte abgeglichen werden. Sollte automatisch gehen. Das ist es nicht immer. Man hat tricksen müssen. Ab Version 1.3 sollte es besser funktionieren. Die aktualisierte App steht in Google Play und im App Store.

    Microsoft stopft Browser-Löcher

    Apropos: Software-Aktualisierung: Patchday war. Unter anderem hat Microsoft Lücken in seinen Browsern Edge und Internet-Explorer gestopft. Wenn Gauner die entdeckt hätten, hätten sie bloß eine präparierte Seite ins Netz stellen müssen, die hätte einen Speicherfehler ausgelöst. Und einem verwirrten Arbeitsspeicher kann man leicht digitales Ungeziefer unterschieben. Die Patches vom Dienstag beheben das Problem.

    Aus für Flash

    EOL – ist ein unschönes Kürzel, steht End of Life - von einem Stück Software oder so. Aber wenn's das richtige erwischt… Und es hat das richtige erwischt, den Adobe Flash-Player, Jahrzehnte lang ein einziges Sicherheitsproblem. Ende dieses Jahres nun ist damit endgültig Schluss. Dann gibt’s keine Sicherheits-Updates mehr.

    Und die IT-Firmen geben sich redlich Mühe, dass der Flash-Player dann kein Unheil mehr anrichten kann. Microsoft will ein Sicherheits-Update für Windows ausliefern, das Flash-Player und Betriebssystem entkoppelt, und Adobe eines, das die Ausführung von Flash-Videos im dafür eigentlich vorgesehenen Player unterbindet. Dann würde der Binär-Code vom Player nur noch so auf der Festplatte rumliegen, aber nicht mehr schaden.

    Eigentlich handelt es sich bei diesem Player ja um eine Ablauf-Umgebung für eigens dafür entwickelte Programmiersprachen. Ist was Hochkomplexes, hat sehr schnell gehen müssen damals, vor einem Vierteljahrhundert. Die Werbe-Branche hat gewollt, dass es blinkt und glitzert im Netz. Und deshalb hat eine Vorläufer-Firma von Adobe den Player damals rasch rausgehauen. Und die Probleme haben begonnen.

    Heute braucht man den Player nicht mehr. Fast alle Seiten sind in der Web-Sprache HTML 5 geschrieben und Filme direkt eingebunden. Die Software-Häuser können jetzt also den Dreck wegräumen, den sie hinterlassen haben.

    Doom auf Abwegen

    Und die Meldung zum Schluss: Es gibt so’n Nerd – Foone nennt der sich – der versucht, den Computerspiel-Klassiker Doom auf allem zum Laufen zu bringen, wo Elektronik drin ist. Und Elektronik ist ja mittlerweile überall drin, auch in Schwangerschaftstests - fürs Display. Und deshalb ist es Foone auch gelungen, Doom auf einem Schwangerschaftstest zu installieren. Jaa, beieindruckend, aber irgendwie doch unpassend. Bei Doom geht es darum, das Leben, das von Monstern, zu beenden. Na ja, und ne Schwangerschaft verläuft ja in entgegengesetzter Richtung.

    Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.

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