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Killer’s Security: Aufgeregtes Zwitschern | BR24

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Onlinenachrichten 13.1.

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Killer’s Security: Aufgeregtes Zwitschern

In den Online-Nachrichten macht sich Achim Killer über die Aufregung lustig, in die ein Youngster mit dem Hacker-Namen G0d die Republik versetzt hat. Im Netz an der richtigen Stelle nachzuschauen, beruhigt da doch sehr.

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Na? War doch wieder echt was los in den letzten Tagen! So wie’s aussieht hat ein Schüler mit seinem Home-Computer ein paar Informationen über Politiker und Prominente zusammengetragen und über Twitter verbreitet. Ein bisschen gehackt hat er wohl auch. Aber s’war wahrscheinlich nichts dabei, was man gemeinhin als nerdig oder genial bezeichnen würde. Wahrscheinlich ein talentierter, etwas auf die schiefe Bahn geratener Youngster. Und schon steht die Republik Kopf vor Aufregung. Und Politiker, die nicht wissen, was sie zwitschern, wollen jetzt das Netz umkrempeln.

Hacker-Check

Tipps werden bei solchen Gelegenheiten gerne gegeben. Und einer ist dabei, der sogar ganz nützlich sein kann. Er kommt von der Mozilla-Foundation, den Entwicklern vom Firefox. Die haben eine Site ins Netz gestellt, auf der man überprüfen kann, ob beispielsweise ein Mail-Account gehackt worden ist. Eine ähnliche Seite gibt´s hier.

Betrüger nutzen Doxxing-Aufregung aus

Aber auch da muss man höllisch aufpassen. In den nächsten Tagen werden mit Sicherheit Kleingangster Mails verschicken mit vermeintlich guten Ratschlägen, und sie werden Phishing-Sites bauen, um IDs und Passwörter abzugreifen. Firefox.com und haveibeenpwned.com sind seriöse und nützliche Sites. Andere wollen sich nur die aktuelle Aufregung für kriminelle Geschäfte zunutze machen. Und Aufregung und IT-Sicherheit, das passt nun mal überhaupt nicht zusammen.

Apple Support Scam

Windows-Anwender kennen es: Jemand ruft an, erzählt in schlechtem Englisch, er sei ein Service-Techniker von Microsoft, und versucht dann, einen zu Dummheiten zu verleiten, gefährliche Software zu installieren oder Geld zu überweisen. Microsoft Support Scam nennt sich diese üble Masche. Da darf man sich nicht drauf einlassen. Das einzige, was hilft: auflegen! Jetzt suchen solche Gauner auch Apple-User heim. Die bekommen Anrufe vermeintlich von der Apple-Support-Nummer. „1(800) MYAPPLE“ steht dann auf dem iPhone-Display. Die Nummer ist aber gefälscht. Über solche vermehrt auftretenden Fälle berichtet aktuell der IT-Sicherheits-Blogger Brian Krebs. Die Apple-User bekommen eine Sprachnachricht und werden aufgefordert, eine vermeintliche Hotline anzurufen. Unter dieser Nummer sollen sie dann aber gelöffelt werden. IPhone-Besitzer, es ist hart. Aber Ihr müsst jetzt von gewöhnlichen Windows-Usern lernen, und zwar das Auflegen.

Noch’n bisschen was für Nerds:

Einen neuen Browser gibt’s. Otter heißt er, wie das Fisch fressende Vieh. Der kommt ohne Google-Software aus und ist es wert, mal ausprobiert zu werden.

Und dann gibt es seit Jahren ein Problem in der Prozessor-Technik. Meist steckt im PC ein Chip mit 4 Prozessorkernen und im Smartphone einer mit 8. Man kann aber oft wenig damit anfangen, weil so viel Software eigentlich gar nicht gleichzeitig läuft, als dass man alle Kerne nutzen könnte. Handys mit ARM-Chips kombinieren deshalb schwache, stromsparende Kerne mit leistungsstarken. Big-LITTLE nennt sich das. Und Intel zieht jetzt nach und hat auf der CES in Las Vegas Chips präsentiert, die starke Core- und stromsparende Atom-Kerne kombinieren. In Laptops sollen sie eingebaut werden – ist gut für’n Akku.

Text, Links und Podcast der Online-Nachrichten finden Sie auf www.b5aktuell.de/online-nachrichten.

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B5 Online-Nachrichten

Autor
  • Achim Killer
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