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Killer’s Security: Amtliche Sicherheitstipps | BR24

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In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über aktuelle Untersuchungen des BSI. Die Sicherheitsexperten empfehlen den Browser Firefox für Beamte. Und sie verzweifeln an der Sisyphus-Arbeit, Windows 10 abzusichern.

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Killer’s Security: Amtliche Sicherheitstipps

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über aktuelle Untersuchungen des BSI. Die Sicherheitsexperten empfehlen den Browser Firefox für Beamte. Und sie verzweifeln an der Sisyphus-Arbeit, Windows 10 abzusichern.

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Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, hat sich mal Gedanken darüber gemacht, mit welchen Browsern denn die hiesigen Beamten dienstlich so ins World Wide Web gehen sollten, mit Google’s Chrome, einem von Microsoft oder mit dem Firefox. Ergebnis: Nur der Firefox erfüllt alle Sicherheitsanforderungen des BSI, genauer gesagt: der Firefox, Nummer 68. Das ist eine sogenannte ESR, Extended Support Release. Also dafür gibt’s für einen längeren Zeitraum Sicherheits-Updates. Da muss man sich nicht dauernd umgewöhnen und ist trotzdem sicherheitstechnisch immer auf dem neusten Stand: Der Firefox, Nummer 68, ESR, das BSI empfiehlt ihn für deutsche Amtsstuben – macht sich auch gut auf’m Home-PC.

Sisyphus-Arbeit

Man sollte übrigens nicht glauben, wie viel Humor deutsche Staatsdiener doch haben, gerade die vom BSI. Die überlegen sich nämlich auch, wie man denn Windows 10 sicher betreiben könnte, also wie man’s konfigurieren muss, welche Zusatz-Software man braucht und welche Komponenten man besser nicht installiert. Im letzten Jahr haben sie mit dieser Untersuchung angefangen. Fertig ist sie immer noch nicht. Und genannt haben sie sie: „Studie zu Systemintegrität, Protokollierung, Härtung und Sicherheitsfunktionen in Windows 10“ – muss man sich wirklich nicht merken. Der Name ist wohl nur deshalb gewählt worden, weil er sich so schön mit SiSYPHuS abkürzen lässt: Sicherheit unter Windows 10 – eine echte Sisyphus-Arbeit. Ja, da lacht doch das ganze Dezernat, und der Amtmann klopft sich auf die Schenkel.

Ist aber ein ernstes Problem. In drei Monaten läuft ja der Support für Windows 7 aus. Dann gibt’s nur noch 10. Und da sollte man sich jetzt mal überlegen, was man dann macht, auf Windows 10 gehen oder auf ein Linux. – Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Zombie-Gefahr im Internet der Dinge

Eine andere Systementscheidung muss man treffen, wenn man sein Zuhause smart machen will, also Steckdosen, Kameras und Heizkörper ans Internet hängen. Kann gefährlich werden sowas, sagt Marko Preuss vom IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky.

Wir sehen riesengroße Massen an Angriffen von allen unterschiedlichen Ländern der Welt auf alle unterschiedlichen Geräte genau eben mit dem Ziel, diese zu infizieren und dann zu Bot-Netzen zu kombinieren und zu kontrollieren. Marko Preuss, Kaspersky

Also Cyberkriminelle können gewaltige Bot- oder Zombie-Netze fernsteuern, die aus vernetzten Gebrauchsgegenständen bestehen, um damit beispielsweise Spam-Mails zu verschicken. Über 100 Millionen Angriffe hat Kaspersky im ersten Halbjahr registriert. Ein Jahr zuvor waren’s noch wenig über 10 Millionen. Das muss man sich mal vorstellen: eine digital infizierte Heizung verschickt unerwünschte Werbe-Mails. – Das Internet der Dinge macht’s möglich.

Wie kann man sich schützen? – Man sollte nur Geräte kaufen, für die’s auch Sicherheits-Updates gibt. Das ist nämlich gar nicht so selbstverständlich. Der Hersteller muss wirtschaftlich solide sein, weil: Wenn er konkurs geht, werden seine Server abgeschaltet, und dann funktionieren die Geräte nicht mehr, die man gekauft hat. Und man muss Passwörter ändern können. Das alles sollte man überprüfen, bevor man ins Internet der Dinge geht.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.