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Achim Killer
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Autoren

Christian Schiffer
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Ein journalistischer Coup ist der IT-Publikation c’t gelungen. Ein Leser des Blatts hatte von Amazon wissen wollen, welche Daten der Konzern über ihn gespeichert hat. Solche Fragen muss ein Unternehmen in Europa beantworten - wegen der Datenschutzgrundverordnung. Und deshalb hat der Anfrager auch ein Datenpaket bekommen, in dem einiges über ihn gestanden hat, in dem aber auch jede Menge Audio-Dateien waren, aufgenommen angeblich von der Alexa des Mannes, seinem vermeintlichen smarten Amazon-Lautsprecher. Der Mann hatte aber überhaupt keine Alexa. Und bei den Aufnahmen handelte es eindeutig um solchen aus einem Schlafzimmer, aus einem fremden Schlafzimmer. C’t hat herausgefunden, wer da belauscht worden ist. Und das Opfer von Alexas Lauschangriff hat sich dann bei Amazon beschwert. Der Konzern hat mitgeteilt, es habe ich um die Folge eines menschlichen Fehlers gehandelt. Und man arbeite an der „weiteren Verbesserung“ der Prozesse, der „weiteren Verbesserung“. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht: George Orwell’s 1984 ist aktueller denn je. Auch dort wird überall überwacht und ein Neusprech gepflegt.

Nachschlüssel

Everbe, Hidden Tear und Insane Crypt, das sind Krypto-Trojaner, die Dateien auf infizierten Rechnern verschlüsseln und für die Entschlüsselung Lösegeld verlangen. Übersetzen könnte man die phantasievollen Namen, die Sicherheitsforscher diesen digitalen Pestflöhen gegeben haben, etwa mit „Versteckte Träne“ und „der Verrückte Verschlüssler“. Jetzt hat ein Sicherheitsforscher ein Werkzeug zum Entschlüsseln geschrieben – für Dateien, die von diesen drei Trojanern in Geiselhaft genommen worden sind. Auf:

https://id-ransomware.malwarehunterteam.com/ steht’s. Eine andere Adresse, wo man Schlüssel zur Befreiung von Trojaner-Geiseln bekommt, ist: https://www.nomoreransom.org/. Aber es ist eine richtige Viecherei, solche gekidnappten Dateien wieder zu entschlüsseln. Viel besser ist es, regelmäßig Sicherheitskopien zu ziehen, dann haben Krypto-Trojaner keine Chance.

Und die Meldung zum Schluss:

Deutsch ist ja eine schwere Sprache. Ein bisschen künstliche Intelligenz reicht nicht, um die zu lernen. Das hat auch Bixby zu spüren gekriegt, ein Sprachassistent, also sowas wie Apple’s Siri und Google’s Alexa, bloß halt von Samsung. Eigentlich sollte man schon seit der Einführung des Galaxy S 8 mit Bixby plaudern können. Einen eigenen Knopf hat das S8 dafür, einen richtigen aus Plastik, nicht aus Pixeln. Bloß da steckt in Deutschland kein Bixby dahinter, sondern nix, weil Bixby bei der Markteinführung des S8 nur Koreanisch gekonnt hat. Jetzt, fast zwei Jahre später, hat er auch Deutsch gelernt hat. Und Samsung liefert ihn für einige Geräte aus.

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