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ARCHIV - 17.02.2016, Bayern, München: Das Apple-Logo leuchtet an der Fassade des Apple-Store.

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Peter Kneffel
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    Kein iPhone unter dem Baum: Apple-Streik an Heiligabend

    Kopfhörer oder smarte Uhren – Geräte der Unterhaltungselektronik gehören zu beliebten Geschenken. Unter dem Weihnachtsbaum liegt sicherlich auch das ein oder andere Apple-Gerät. Doch das wollten Mitarbeiter des Unternehmens dieses Jahr verhindern.

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    BR24  RedaktionBR24 Redaktion
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    Für Apple ist das jetzige Quartal mit dem Weihnachtsgeschäft traditionell das lukrativste. Ausgerechnet zu Heiligabend haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der "Apple Together"-Bewegung zum Streik aufgerufen und die Öffentlichkeit gebeten, nicht bei dem US-Technologie-Konzern einzukaufen – weder im Online-Shop, noch in Geschäften.

    Mitarbeitende fordern respektvollen Arbeitsplatz

    Bei Twitter schrieb die Bewegung: "Wir verdienen einen respektvollen Arbeitsplatz. Wir haben Anspruch auf bezahlte Krankheitszeiten. Wir verdienen Schutz an vorderster Front. Wir verdienen eine angemessenen psychische Betreuung".

    iPhone-Verkäufe steigen

    Jeden Monat werden in Deutschland rund 1,7 Millionen neue Smartphones verkauft. Im Weihnachtsmonat Dezember wird diese Menge noch einmal deutlich übertroffen.

    Während die Verkäufe von Apples iPhone im Jahresvergleich von 40,6 Millionen auf 48,5 Millionen Geräte stiegen und der US-Konzern damit seinen Marktanteil auf gut 14 Prozent ausbaute, hatten sich Angestellte des Apple-Konzerns im Sommer in einem Schreiben an Firmenchef Tim Cook gewandt und diesen heftig kritisiert. Er schere sich nicht um die Belange der Angestellten.

    Bewegung gegen Missbrauch und Diskriminierung

    Viele Mitarbeitende hätten das Gefühl gehabt, nicht gehört und teilweise sogar absichtlich ignoriert worden zu sein. Dabei ging es unter anderem um einen flexibleren Umgang mit der Arbeit im Homeoffice und in den Firmenbüros während der Corona-Pandemie.

    Die Bewegung "Apple Together" setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Einzelhandels und der Apple-Care-Abteilung zusammen. "Sich vereinen, um Apple zu ändern", heißt es in dem Twitter-Profil. Unter dem Hashtag #Appletoo wurde in der Vergangenheit bereits eine Kampagne gegen Missbrauch und Diskriminierung innerhalb des Konzerns gestartet.

    Apple kündigt Mitarbeiterin wegen Protest

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters im Oktober berichtete, wurde eine Apple-Mitarbeiterin entlassen, die dazu aufgerufen hatte, öffentlich Vorfälle von Diskriminierung und Belästigung im Unternehmen zu teilen. Das Unternehmen habe Janneke Parrish gekündigt, weil sie Daten während einer laufenden internen Untersuchung von ihren Arbeitsgeräten gelöscht habe. Die interne Untersuchung bezog sich auf das Weiterleiten von Informationen aus einer Betriebsversammlung an die Medien.

    Die ehemalige Mitarbeiterin wies die Anschuldigungen zurück. Sie glaube, sie sei wegen ihres Aktivismus am Arbeitsplatz gefeuert worden. "Für mich ist das eindeutig eine Vergeltungsmaßnahme dafür, dass ich mich öffentlich über Missbrauch bei meinem Arbeitgeber geäußert habe, sowie Lohngleichheit und allgemein über unsere Arbeitsbedingungen", sagte Parrish.

    Apple gab an, das Unternehmen kommentiere nicht Angelegenheiten spezifischer Angestellter.

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