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Bildrechte: Jon Tyson

Pikachu: Immer noch das Gesicht der Pokémon.

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    25 Jahre Pokémon: So präsent sind die Videospiele in Japan

    Vor 25 Jahren erschien das erste Videospiel der Pokémon-Reihe. Heute bestimmen die Taschenmonster die Popkultur in Japan.

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    Von
    • Kathrin Erdmann

    Zum runden Geburtstag darf Pikachu nicht fehlen. Im Jubiläumsfilm hüpft das niedliche japanische Monster durch Fantasiewelten, vorbei an anderen Figuren fährt es im Wagen durch Höhlen, wird zum nächsten Ort katapultiert, immer sind schon andere Monster dort, stumm sitzen sie in der Ecke – und natürlich blitzt hier und dort auch ein Videospiel auf….

    Tsunekazu Ishihara ist der Präsident des Pokémon Company. Der 63-Jährige war auch maßgeblich an der Entwicklung des Hype-Spiels Pokémon Go beteiligt: "Es sollte ein generationenübergreifendes Spiel sein", sagt er. "Egal wo man herkommt oder wie alt man ist. Es ist ein Spiel, an dem jeder wachsen und an dem sich jeder erfreuen kann."

    Erfolgskurs mit Pokémon-Go

    Ein Videospiel bedeutet eigentlich, man sitzt vor der Konsole oder vorm Bildschirm und macht schnelle Handbewegungen - bei Pokémon Go aber müssen sich die Spielenden in der echten Welt bewegen. Doch gerade jetzt in der Pandemie soll man natürlich gerade das nicht. "Klar, wegen Corona ist es schwierig geworden, rauszugehen", sagt Ishihara. "Aber dann geht man spazieren, vielleicht noch etwas essen. Dieser Ablauf hat sich ja nicht verändert. Und genau in dieser Zeit kann man ja Pokémon Go spielen. Und das wird es auch, unsere Verkaufszahlen waren im vergangenen Jahr die besten seit dem Start des Spiels." In Japan sind, anders als in vielen anderen Ländern, tagsüber die Restaurants geöffnet.

    Pokémon-Karten haben Sammlerwert

    Neben den Videospielen sind besonders Spielkarten gefragt, vor allem ältere Exemplare sind viel wert. So wurde eine noch verschlossene Schachtel mit Spielkarten auf einer Auktion für rund 300.000 Euro verkauft. Richtige Fans können ihren Alltag ganz in der Pokémon-Welt verbringen. Sogar eine App fürs Zähneputzen gibt es. Für die Jagd ist man nie zu alt, das kann man am Präsidenten der Pokémon Company Ishihara sehen. Er hat verschiedene Spiele fest in seinen Tagesablauf eingebaut.

    Die Monster haben übrigens in den verschiedenen Ländern andere Namen. Und das ist keine Banalität, sagt Ishihara: "Das ist wirklich sehr schwierig, wir haben weltweit Teams mit jeweils mehreren 100 Menschen. Da gibt es Leute, die sind auf Sprache spezialisiert, und wenn der Name eines Monsters in einem Land ein bisschen komisch klingt, dann vergeben sie einen neuen. Einig ist man sich nur, dass Pikachu überall bleibt."

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