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Jahresrückblick: Das war Internet 2018 – Teil 1 | BR24

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Kategorie: Das Internet-Tier des Jahres

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    Jahresrückblick: Das war Internet 2018 – Teil 1

    Tiere, Bitcoins, Sensationen: Das Internet hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Wir blicken zurück und küren heute das beste Internet-Tier des Jahres, den Krypto-Flop des Jahres und den Tech-Hype des Jahres.

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    Das Internet-Tier des Jahres: Die Kuh "Knickers"

    Was wäre das Internet ohne Tiere? Egal ob Eulen, Faultiere, Hunde und – natürlich – Katzen, das Internet lebt seine animalische Seite nur allzu gerne aus. 2018 wird möglicherweise als das Jahr in die Geschichte des Internets eingehen, in dem Petfluencer endgültig ihren Durchbruch feiern durften. Petfluncer sind die tierischen Pendants zu den sogenannten menschlichen "Influencern" und mit besonders fotogenen Petfluencern können wiederum Menschen gutes Geld verdienen. Die Kehrseite des brummenden Geschäfts mit den Instagram-tauglichen Tieren ist allerdings manchmal Tierquälerei.

    Unser Internet-Tier 2018 ist deswegen kein aufwändig ausgeleuchteter Petfluencer, sondern der Ochse "Knickers". Das besondere an ihm: Er ist groß, sehr groß, fast zwei Meter misst er - normal ist hingegen eine Schulterhöhe von ca. 1,47 Meter. Dank seiner Größe ist "Knickers" zu einem echten Internetphänomen geworden. Wichtiger für das Tier: "Knickers" ist zu groß für den Schlachthof und darf bis auf Weiteres weitergrasen.

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    Kategorie: Krypto Flop des Jahres

    Der Krypto-Flop des Jahres: Der ICO-Hype

    Am 17.12.2017 war ein Bitcoin fast 20.000 Dollar wert. Seitdem ging es bergab, heute bekommt man für einen Bitcoin keine 4.000 Dollar. Anderen Kryptowährungen erging es noch schlechter. Ethereum, die zweitbekannteste Kryptowährung hinter Bitcoin, ist heute im Vergleich zum Höchststand am 12. Januar nur noch ein Schatten seiner selbst. Damals wurden für ein Ethereum 1.500 Dollar bezahlt, heute ist es etwa ein Zehntel.

    Der viel größere Krypto-Flop betrifft die zahlreichen ICOs (Initial Coin Offering). Über dieses Instrument sammelten Firmen Millionen Euro ein, um Blockchain-Anwendungen zu finanzieren. 2018 hat gezeigt: Die meisten Geschäftsmodelle waren auf Sand gebaut, die Hälfte dieser Start-Ups überlebten nicht einmal die ersten vier Monate.

    Der Tech-Hype des Jahres: Künstliche Intelligenz

    "Die Zukunft war früher auch besser", so lautet ein berühmtes Bonmot von Karl Valentin. Im Internet allerdings ist die Zukunft noch in Ordnung. 2018 kursierten beispielsweise wieder einmal beeindruckende Roboter-Videos im Netz. Nur Markus Söder sorgte für Irritationen wegen seines ambitionierten "Bavaria One"-Raumfahrtprogramms.

    Viele der Hoffnungen auf ein besseres und bequemeres Leben haben mit "Künstlicher Intelligenz" zu tun, kurz: KI. KI soll die Krebs-Erkennung revolutionieren und uns lästige Aufgaben im Arbeitsalltag abnehmen. Die Bundesregierung hat vor kurzem erst eine nationale KI-Strategie verabschiedet. Auch Bayern möchte in Sachen KI ganz oben mitspielen. Kein Wunder also, dass KI der Tech-Hype 2018 war.

    Aber KI ist zugleich die Technologie, die vielen Menschen auch beträchtliche Sorgen bereitet. Es geht hierbei nicht nur um die Frage, was passiert, wenn KI den eigenen Arbeitsplatz bedroht, sondern auch um die Gefahren, die von Videos ausgehen, die mit Hilfe von Algorithmen manipuliert werden. "Deep Fakes" nennt man solche gefälschten Videos, in denen Politikern beispielsweise Dinge in den Mund gelegt werden, die sie gar nicht gesagt haben.

    Teil 2 unseres Jahresrückblick finden Sie hier.

    Teil 3 unseres Jahresrückblick finden Sie hier.