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iOS: Mail-Sicherheitslücke gefixt und Corona-App-Schnittstelle | BR24

© Pressefoto M.i.S./Picture Alliance

Wer sich in der Zwischenzeit nicht zu sehr mit einer Alternative angefreundet hat, kann jetzt wieder auf die Mail-App von Apple zurückgreifen.

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    iOS: Mail-Sicherheitslücke gefixt und Corona-App-Schnittstelle

    Apples Betriebssystem iOS bekommt ein wichtiges Update: Mit Version 13.5 wird eine gravierende Sicherheitslücke in Apple Mail geschlossen. Auch für die Corona-Warn-App wurden Apple-Geräte fit gemacht.

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    Apple rollt seit Mittwoch das lang erwartete Update 13.5 für iPhones und iPads aus. Warum das Update so wichtig ist? Nutzer der Mail-App von Apple konnten bislang aufgrund einer schwerwiegenden Sicherheitslücke der App Ziel von Hackerangriffen werden, ohne dass sie das selbst bemerken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat vor der Nutzung der App gewarnt. IT-Sicherheitsexperten der Firma ZecOps, die auf die Schwachstelle im April hingewiesen hatten, bestätigen nun, dass Apple mit dem iOS-13.5-Update das Problem behoben hat - auch wenn Apple selbst Informationen über die Details dazu erst noch nachliefern wird. Wer die Mail-App nutzen möchte, sollte das Update also herunterladen.

    Wichtige Corona-Neuerungen

    Eigentlich steht das Update aber völlig im Zeichen von Corona, denn Apple hat nun die gemeinsam mit Konkurrent Google entwickelte Schnittstelle (API) für Corona-Tracing-Apps veröffentlicht. Damit ist die Hardware-Grundlage für die freiwillige Kontaktnachverfolgung via Bluetooth-Schnittstelle des Smartphones gelegt.

    💡 Was ist der Sinn einer Corona-Warn-App?

    Das erklärte Ziel der Corona-Warn-App ist es, die Kontakte von Infizierten nachzuverfolgen. Bislang geschieht diese Kontaktnachverfolgung oftmals analog. Personen, die sich mit Covid-19 infiziert haben, müssen sich daran erinnern, wem sie in der Vergangenheit begegnet sind. Das ist fehleranfällig und langsam, oftmals wissen auch die betroffenen Personen gar nicht, wen sie angesteckt haben könnten, etwa unbekannte Mitfahrer in öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine App könnte hierbei zumindest einen Beitrag leisten, potenzielle Kontaktpersonen anonym zu warnen und so Infektionsketten zu unterbrechen.

    Damit können Entwickler ihre Tracing-Apps für Apple-Geräte wie das iPhone fertigstellen. In Deutschland wird die entsprechende Corona-Warn-App von SAP und Deutscher Telekom entwickelt.

    Maske auf, Face-ID aus

    Das Update bringt außerdem eine kleine Änderung für Nutzer, die ihr Gerät mit der Funktion "Face-ID" entsperren. Diese erkennt das Gesicht des Nutzers und entsperrt dann das Smartphone - allerdings sorgte das häufig für Probleme, wenn der Nutzer Corona-bedingt eine Maske trug. Künftig wird die Funktion aber kurzerhand deaktiviert und Nutzer landen direkt bei der Eingabe des Sicherheitscodes, wenn das Gerät erkennt, dass sie eine Maske aufhaben.