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Innovation durch Optimismus | BR24

© BR/Tobias Schießl

Komponist und Sounddesigner Renzo Vitale hat eine etwas andere Herangehensweise an E-Auto-Sounds.

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    Innovation durch Optimismus

    Heute beginnt die “Digital, Life, Design”-Konferenz in München. Drei Tage lang geht es im Münchner Kongresszentrum darum, in welcher digitalen Welt wir leben - und leben wollen.

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    Wie soll ein E-Auto klingen? Straßenlärm hassen zwar viele, aber trotzdem sollte man Autos ja noch hören können, wenn man sein Leben wertschätzt. Auf der “Digital, Life, Design”-Konferenz 2019 (kurz: DLD) in München wirft der Komponist und Sounddesigner Renzo Vitale Skizzen an die Leinwand, die zeigen sollen, warum ihm Orchesterkompositionen und Kunstinstallationen auf der Suche nach dem “Sound of the Future” für das E-Auto dabei helfen.Mobilität ist am ersten Tag der dreitägigen Konferenz für Digitalisierung, Wissenschaft, Kultur und Innovation eigentlich nur ein kleines Seitenthema, aber es steht exemplarisch dafür, wie stark sich unterschiedlichste Bereiche manchmal überschneiden müssen, damit Innovation entstehen kann. Die Frage, die sich hier viele stellen: Wie macht man aus Inspiration Innovation? Und wie aus Innovation dann Wirtschaftswachstum?

    "Nicht alles herunterreden!”

    “Verlasst eure Komfortzone!”, ermutigt Steffi Czerny, Gründerin der DLD-Konferenz, die Teilnehmer als sie am Samstag die Konferenz im Alten Kongresszentrum eröffnet. Das Motto der Konferenz heißt “Optimismus und Mut” - die Chancen der Digitalisierung wollen genutzt werden, und selbst in die Hand genommen werden:

    “Es ist glaube ich wichtig in unserer Zeit, dass wir nicht alles herunterreden, sondern dass wir unseren Mut zusammennehmen und die Dinge zum Besseren verändern.” Steffi Czerny, Gründerin der DLD-Konferenz

    Dazu gehöre es auch, sich mit den Schwierigkeiten der neuen Technologien auseinanderzusetzen, anstatt sich vor ihnen zu fürchten, so Czerny. Drum sind auch Daten-Ingenieure von Amazon mit an Bord und die Facebook-Vizechefin Sheryl Sandberg wird am Sonntag einen Vortrag halten. Nach den Datenskandalen und politischen Regulierungsbestrebungen nicht gerade unter den besten Vorzeichen für ihr Unternehmen.

    Die Konferenz soll aber auch die Frage stellen, was wir in Europa anders machen können, als etwa China oder das Silicon Valley. Welcher europäische Standpunkt eingenommen werden kann.

    Kann künstliche Intelligenz dem Menschen dienen?

    Einer der Schwerpunkte: Künstliche Intelligenz. Zahlreiche Panels und Talks beschäftigen sich mit den Fragen: Wo stehen wir gerade in der Entwicklung? Was kann künstliche Intelligenz in Bereichen wie Medizin leisten? Wie gehen wir mit ethischen Fragen zur KI um? Und: Können wir künstlicher Intelligenz menschliche Werte beibringen?

    “Wir sind verloren!” - ganz im Gegenteil

    Investor Albert Wenger ist in seinem Vortrag da optimistisch, auch wenn er zunächst ein “We are doomed!” (Wir sind verloren!) mit einem Totenkopf auf die Leinwand spielt. Alles in allem gäbe es nämlich Fortschritte in den Bereichen Klimawandel, Manipulation durch (soziale) Medien, wirtschaftlicher Unsicherheit und politischer Instabilität. Ganz im Zeichen des Mottos der Konferenz plädiert er dafür die positiven Entwicklungen zu sehen, und den Mut zu fassen, diese mit voran zu treiben. Bis Montag wird auf der DLD noch diskutiert, welche Ideen genau das schaffen können.