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Netzwelt

Hong Meng statt Android | BR24

© dpa/pa

Im Zentrum des amerikanisch-chinesischen Handelskriegs: Huawei.

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    Hong Meng statt Android

    Der von US-Präsident Trump gebannte Handy-Bauer Huawei arbeitet mit Hochdruck an einer Alternative zu Google’s Smartphone-Betriebssystem. Im Herbst soll es auf den chinesischen Markt kommen.

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    Hong Meng wird die Software in China heißen. Neben dem Namen unterscheidet sie sich vom Original vor allem durch die mitgelieferten Apps. Fehlen werden Maps und vor allem Play, der Zugang zu Millionen kleiner und großer Programme für Android-Geräte. Namen und zentrale Apps gehören Google. Der Rest ist Open-Source und kann von jedem kopiert werden.

    Ganz oben auf Trump's Liste

    Vor einem Monat hat Donald Trump Huawei auf die schwarze Liste setzen lassen. Nach einer Schonfrist von 90 Tagen soll es Konzernen wie Google und dem Prozessor-Entwickler Qualcomm verboten werden, Huawei zu beliefern. Der zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt stünde dann ohne Betriebssystem und Prozessoren da.

    Huawei's schneller Clone

    Zumindest der Betriebssystem-Nachbau sei auf einem guten Weg, schreibt die chinesische Internet-Publikation Global Times. Der Android-Clone verarbeite Apps sogar um 60 Prozent schneller als das Original. Allerdings ist die Quelle für diese Behauptung fragwürdig. Auch hängt Huaweis Zukunft weniger an der Leistungsfähigkeit des Betriebssystems als daran, ob es dem Konzern gelingt, den Nutzern genügend Apps für sein neues System zugänglich zu machen.

    Qualcomm und Google wollen liefern

    Unterdessen sind Huaweis Hardware-Lieferanten bei der US-Administration vorstellig geworden, um weiterhin liefern zu dürfen. Das schreibt Reuters unter Berufung auf Insider. Huawei hat sich derweil an seine Kundschaft gewandt und wiederholt im Wesentlichen, dass es bei gegenwärtigen Geräten keine Probleme gebe.