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Headline: Killer’s Security: Trojaner macht auf Steuerbescheid | BR24

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Neues über Sicherheit im Internet

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Headline: Killer’s Security: Trojaner macht auf Steuerbescheid

In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über den Verschlüsselungstrojaner Maze. Der tarnt sich als Steuerbescheid. Er verspricht eine Rückerstattung. Aber wenn man auf ihn reinfällt, wird es teuer.

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„Sehr geehrter Steuerzahler“ – Ja, das versetzt einem doch gleich mal einen Adrenalinstoß, so eine Anrede in einer Mail. Und dann kommt auch Dopamin dazu, das Glückhormon, wenn man liest, dass man eine Steuerrückerstattung bekommen soll. „Steuerbescheid.doc“ heißt das Attachment, ein Word-Dokument, wenn auch kein Steuerbescheid, sondern eines mit einem Makro drin, einem kleinen Programm. Das lädt den Krypto-Trojaner Maze nach, wenn man’s machen lässt. Und der verschlüsselt dann alles, was ihm auf dem infizierten Rechner unterkommt, und verlangt für die Entschlüsselung Lösegeld. Davor warnt aktuell das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.Ja, Gefühle sind wichtig. Aber das einzige, das man beim Mail-Checken zulassen lassen darf, ist ein abgrundtiefes Misstrauen.

Cyberkriminelle attackieren Uralt-Windows

Bluekeep heißt eine Sicherheitslücke in Windows 7, Vista und XP. Die versuchen Cyberkriminelle derzeit auszunutzen. Ist höllisch gefährlich, weil die digitale Pest von einem einmal infizierten Rechner aus sich rasend schnell im ganze Heim- oder Unternehmensnetz ausbreiten kann – so wie vor zweieinhalb Jahren WannaCry. Kann man stopfen, die Bluekeep-Sicherheitslücke. Sicherheits-Flicken stehen seit geraumer Zeit im Netz, sogar für das gute alte Windows XP, auf microsoft.com.

Polyglotte Nachrichten

Google-News haben viele auf’m Handy, den Nachrichten-Aggregator, mit dem Google von allen möglichen Web-Sites News zusammenklaubt. Man kann wählen, welche – deutsche oder englische beispielsweise: „oder“. Jetzt geht auch „und“. Man bekommt also, wenn man’s will, Nachrichten in zwei Sprachen gleichzeitig. Ist ganz praktisch.

Putins Wikipedia-Alternative

Wladimir Putin macht sich im Netz zu schaffen. Letzte Woche hat ja erklärt, dass er den russischen Teil des Internets unter seiner Kontrolle sehen will, also russische User-Daten müssen auf russischen Servern gespeichert werden, damit russische Polizei und Geheimdienste ungehindert darauf zugreifen können. Und wo die Datenkabel dann die Staatsgrenze überqueren, werden Filter eingebaut, die unliebsame Informationen außen vor halten. Und jetzt will Putin mit Staatsgeldern eine ihm genehme Alternative zur russisch-sprachigen Wikipedia aufbauen. Umgerechnet 24 Millionen Euro will er sich das kosten lassen. Die freie Internet-Enzyklopädie ist auch anderen Autokraten ein Dorn im Auge. In der Türkei etwa ist sie gesperrt.

Wikipedia und Internet-Archive kooperieren

Bleiben wir beim Thema: Zwei ganz große gemeinnützige Internet-Projekte kooperieren: das Internet-Archive und eben Wikipedia. Im Internet-Archive sind digitalisierte Filme, Musik, Software und Bücher archiviert. Und die Bücher sollen jetzt als Quellen für Zitate in Wikipedia genutzt werden können. Ist praktisch, so erfährt man nicht nur, wo was steht, sondern kann’s gleich lesen. Der Kern des Internet-Archive ist übrigens die Wayback-Machine: Mehrere hundert Milliarden Web-Seiten im Zeitverlauf. Also man kann nachschlagen, was vor 5, vor 7 oder vor zehn Jahren auf der Seite gestanden hat: archive.org.

Weitere Ausgaben von Killer's Security finden Sie hier.