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Killer’s Security: Idyll crasht Smartphone | BR24

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In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über ein erstaunliches Phänomen: Ein Hintergrundbild macht Handys unbrauchbar.

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    Killer’s Security: Idyll crasht Smartphone

    In den Online-Nachrichten berichtet Achim Killer über ein erstaunliches Phänomen: Ein Hintergrundbild macht Handys unbrauchbar. Noch gefährlicher wird es, wenn Video- und Sound-Dateien Schadprogramme einschleppen.

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    Corona und die Anti-Rassismus-Demonstrationen in den USA bestimmen die Nachrichtenlage diese Woche und entsprechend auch die IT-Berichterstattung.

    Zuckerberg – der Trump-Versteher

    Angestellte bei Facebook rebellieren gegen ihren Chef Mark Zuckerberg – wegen des US-Präsidenten. Der hatte getwittert: "When the looting starts, the shooting starts". Um den Trump-Duktus rüberzubringen, müsste man das wohl mit „Wer plündert, wird erschossen“ übersetzen. Twitter hatte das als gewaltverherrlichend gekennzeichnet. Facebook nicht. Zuckerberg sei nach einem Telefonat mit Trump draufgekommen, dass es sich dabei um staatliche Gewalt handele, die erlaubt sei.

    Digitale Öffentlichkeit in der Corona-Krise

    Der Quell-Code der Corona-App ist veröffentlicht worden – und zwar hier. Wer die Programmiersprachen Swift und Kotlin beherrscht, kann sich ein eigenes Urteil darüber bilden, wie Datenschutz-konform sie ist. Aber auch für andere sind die Seiten interessant wegen der umfangreichen Dokumentation.

    Idyll crasht Smartphone

    Ein schönes Bild kursiert im Netz: ein Bergsee im Abendrot – ist was für die Seele. Aber man darf dieses Foto nicht als Hintergrundbild für sein Android-Handy nehmen, weil sonst stürzt das Ding ab, und man kann's erst dann wieder benutzen, wenn man's auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt hat. Ein neues, ein erstaunliches Phänomen. Mittlerweile ist raus, woran es liegt: Das Stück Google-Software, das die Bilddateien interpretiert, verrechnet sich bei diesem speziellen Foto, kriegt was raus, was überhaupt nicht sein kann. Und dann dreht das Handy durch.

    Ist, wie gesagt, neu und wahrscheinlich Zufall. Aber das grundsätzliche Problem ist altbekannt und wird von Cyberkriminellen weidlich ausgenutzt, um Schadprogramme auf fremde Rechner zu schleusen. Auch Schadprogramme sind Programme, sagt Christian Funk, Cheftechniker beim Anti-Viren-Unternehmen Kaspersky. Sie sind also ausführbar, executable. Und bei nicht ausführbaren Dateien, wie Bildern und Videos, da kann es vorkommen, dass ein Exploit-Code dahintersteckt, der entsprechend eine Schwachstelle in der Software ausnutzt, in der Software, die eben diese Dateien interpretiert.

    Und deshalb muss man auch bei – für sich und allein genommen – harmlosen Dateien wie Fotos, Musik und Filmen – aufpassen. Aufpassen heißt in dem Fall: immer die Multimedia-Software auf dem aktuellen Sicherheitsstand halten.

    Zoom-Loch

    Auf dem aktuellen Sicherheitsstand halten muss man unbedingt auch die Video-Konferenz-Software Zoom. Da werden dauernd Sicherheitslücken entdeckt - und für die dann Exploits geschrieben. So kann bei älteren Zoom-Versionen digitales Ungeziefer mit Hilfe von speziellen Chat-Nachrichten auf fremde Rechner geschoben werden. Also der Exploit verwendet da kein Bild, sondern Text. In der aktuellen Version ist diese Lücke abgedichtet.