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Handys schwitzen nicht: So schützen Sie Geräte vor dem Hitzetod | BR24

© dpa/dpa/Alessandra Tarantino

Wie diese Frau in Rom sollte man Handys bei Hitze nicht behandeln: Also sie in der direkten Sonne mit "Arbeiten" wie Fotos oder Filmen belasten.

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    Handys schwitzen nicht: So schützen Sie Geräte vor dem Hitzetod

    Unter extremen Temperaturen leiden nicht nur Menschen, Tiere und Pflanzen, sondern auch technische Geräte wie Smartphones. Hitze setzt Handys & Co. zu und kann sie schwer beschädigen. Wir klären, wie Sie Ihre Technik schützen.

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    Wird es draußen sehr heiß, haben Lebewesen verschiedene Strategien, die Hitze unbeschadet zu überstehen. Der menschliche Körper produziert Schweiß, Hunde und Bären hecheln, manch einer sucht sich Schatten oder findet andere Strategien gegen Hitze.

    Wird dagegen ein Smartphone, ein Tablet oder ein Laptop zu heiß, muss der Nutzer eingreifen und Schaden abwenden. Vor allem der Akku kann stark unter Hitze leiden. Laut Experten des TÜV Rheinland schaden extreme Temperaturen den flüssigen Elektrolyten in den üblichen Lithium-Ionen-Akkus und sorgen dafür, dass es zu sehr plötzlichen und großen Leistungsverlusten kommen kann. Der Akku altert zudem bei höheren Temperaturen schneller. Schon eine um zehn Grad höhere Temperatur lässt die elektrochemischen Prozesse im Akku nämlich doppelt so schnell ablaufen und Gase entweichen, was die Lebensdauer verringert.

    Neben dem Akku sind auch das Display sowie der Prozessor in Smartphones hitzeempfindlich. Laut dem Tech-Portal "Giga" drohen gar Ausbleichungen und Verfärbungen, falls die Sonne das Display zu lange anstrahlt. In extremen Fällen ist außerdem denkbar, dass Kunststoffteile- und hüllen von Smartphones schmelzen.

    Wer sein Smartphone schadlos durch den Sommer bringen will, sollte daher ein paar Handy-Hitze-Grundregeln beherzigen.

    Das sollten Sie bei Hitze NICHT tun

    Vorneweg erst einmal einige Dinge, die Sie Ihrem Smartphone und anderen mobilen Geräten bei Hitze auf keinen Fall zumuten sollten.

    1. Smartphone NICHT ins Auto legen

    Die Fahrzeuge heizen sich in der Sonne extrem auf, gerade direkt hinter Glas, wie etwa der Frontscheibe. Liegt dort das Handy, drohen Temperaturen, die Plastikteile- oder auch - hüllen, zum Schmelzen bringen können. Gibt es wirklich gar keine Alternative zur Lagerung im Auto, sollten Sie ihr Gerät in den Kofferraum oder ins Handschuhfach legen.

    2. Gerät NICHT im Kühlschrank abkühlen

    Wer sein heiß gelaufenes Smartphone im Kühlschrank oder Gefrierfach abkühlen will, riskiert damit schwere Schäden am Gerät. Im Gehäuse kann sich Kondenswasser bilden und die Technik im Handy zerstören oder zumindest nachhaltig schädigen. Lassen Sie ihr Gerät daher langsam abkühlen und vermeiden sie große Temperaturunterschiede.

    3. Geräte NICHT laden

    Der TÜV Rheinland rät besonders davor ab, das Handys bei extremer Hitze aufzuladen. Besser: Am See das Smartphone zum Laden über die Powerbank mindestens in den Schatten legen. Noch besser: Warten bis man zurück in der kühlen Wohnung ist oder in einer klimatisierten Gaststätte.

    Das sollten Sie bei Hitze tun

    Um Hitze-Unfälle schon vorab zu vermeiden und gar nicht auf Kühlschrank-Ideen zu kommen, empfiehlt sich folgendes.

    1. Direkte Sonneneinstrahlung aufs Handy vermeiden

    Banal, aber wahr: In der Sonne es auch für Smartphones am heißesten. Legen Sie ihr Smartphone am See oder im Biergarten in den Schatten, unter ein Handtuch oder in eine Tasche - die im besten Fall natürlich nicht in der Sonne steht.

    2. Gerät ausschalten, Pausen gönnen

    Die Wärmeentwicklung bei technischem Gerät kommt naturgemäß nicht nur durch die Sonne von außen zustande. Auch die Hardware selbst erhitzt sich bei ihrer „Arbeit“. Merken Sie also an einem Sommertag, dass ihr Handy langsam heiß wird, schalten Sie doch einmal für eine Weile aus, gehen wenigstens in den Flugmodus oder vermeiden Anwendungen, die viel Rechenleistung erfordern, wie das Aufnehmen langer HD-Videos. Das lässt zumindest das Innenleben etwas weniger Hitze produzieren.

    3. Das Handy zuhause lassen

    Für die ganz Willensstarken unter uns ist die Hitze auch eine Möglichkeit, mal einen Tag ohne Handy verbringen. Am sichersten für das Gerät ist nämlich natürlich, es in einem relativ kühlen Raum in einem Haus zu lassen, während man sich zum Baden oder Picknicken in die Hitze begibt.

    Hier scheiden sich die Geister

    Nicht ganz einig sind sich Technik-Fachleute beim Thema Handyhüllen und Hitze. Manche Portale raten dazu, die Hüllen bei hohen Temperaturen abzulegen, weil das Smartphone so Hitze besser abgeben könne. Dagegen rät "Connect" zu Hüllen gegen Hitze, auch um im Freien, etwa am Badesee, Staub und Wasser abzuhalten.

    Letztlich gilt hier vor allem: Läuft das Smartphone spürbar heiß, dann lohnt es sich die Hülle abzunehmen, um das Abkühlen des Gerätes zu erleichtern. Da die Hüllen meist aus Kunststoff sind, besteht zudem eine höhere Schmelzgefahr, weswegen Sie - siehe oben - direkte Sonnenstrahlung, auch hinter Glas, vermeiden sollten. Wer auf sein Handy achtet und es im Schatten platziert, kann aber auch die Hülle anbehalten.

    Übrigens leiden Smartphones nicht nur, wenn es draußen heiß ist. Auch Kälte kann ihnen zusetzen. Im Winter macht es daher Sinn, das Handy in der Jacke oder Hose relativ nah am warmen Körper zu tragen und es auch nicht auf Dauer draußen der Kälte auszusetzen.

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