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"Hack Backs" können großen Schaden anrichten

Offenbar will die Bundesregierung eine gesetzliche Grundlage schaffen, um Computer, von denen ein Hacker-Angriff ausgeht, aktiv anzugreifen. Derartige "Hack Backs" könnten auch Privatnutzer treffen. Von Florian Regensburger

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Der Bundessicherheitsrat lässt derzeit die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für Gegenangriffe im Internet ausloten. Wie der Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" berichtet, will der Staat so bei Hackerangriffen etwa auf kritische Infrastruktur wie Kraftwerke oder auch auf Behörden schnell und effektiv zurückschlagen. Diese "Hack Backs" könnten aber selbst erheblichen Schaden anrichten.

"Digitaler finaler Rettungsschuss"

So wäre im Fall eines großflächigen Angriffs auf die Telekommunikations-Infrastruktur in Deutschland ein "Hack Back" denkbar. Wenn die zentrale, steuernde Instanz hinter etwa einem Botnet, das den Angriff ausführt, sich nicht ermitteln lässt, wäre laut dem Bericht von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" die genutzte Infrastruktur das Ziel. In Regierungskreisen spreche man hier vom "digitalen finalen Rettungsschuss", der dann notwendig wäre. Das könnte so weit führen, dass diese von den Hackern genutzte Infrastruktur "zerstört" werden müsse.

Konzentration aufs Ausland kaum möglich

Auch wenn die Überlegungen sich derzeit auf mögliche Ziele im Ausland konzentrieren: Potenzielle Botnet-Geräte finden sich zuhauf auch im Inland, das Botnet könnte also kaum mittels eines Angriffs nur auf Geräte im Ausland komplett unschädlich gemacht werden. Ist ein privater Computer Ziel des "Hack Backs", besteht die Gefahr, dass wichtige Daten gelöscht werden. Für private Computernutzer empfiehlt sich damit noch mehr als bisher, die eigenen Geräte mit sicheren Passwörtern, Virenschutz und Firewall sowie regelmäßigen Software-Updates geeignet abzusichern.